Shredder's Revenge: Ein Überfall auf Channel 6 verschleppt die Turtles in die Dimension X
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Sechs Leute passen auf denselben Prügelbildschirm, doch allein und auf der höchsten Stufe spaltet das Spiel seine Spielerschaft am stärksten.
Ein Überfall auf Channel 6 treibt die Turtles in die Dimension X
Bebop und Rocksteady überfallen Channel 6 und verschwinden mit genau der Ausrüstung, die dem Plan von Krang und Shredder noch fehlte. Dieser Raub holt die vier Turtles aus der Kanalisation und schickt sie quer durch Manhattan, danach über Coney Island, über die Dächer der Stadt und durch die dunkelsten Abwasserkanäle an die Grenze zur Dimension X. Man steigt mitten in die Verfolgungsjagd ein: Die Geschichte läuft bereits, wenn der Controller in den eigenen Händen landet. Die Optik ist pixelig und farbenfroh und als direkte Hommage an die Zeichentrickserie von 1987 und an Genreklassiker wie Turtles in Time angelegt.
Jede Turtle prügelt auf ihre eigene Art, mit Schlägen und Bewegungen, die von Hand zu Hand wechseln, und auf dem Bildschirm dürfen maximal 6 Leute gleichzeitig auf Foot-Soldaten, Triceraton-Krieger und Rock-Truppen eindreschen, allein oder in der Gruppe. Gezeichnet hat diese Karte Tribute Games, den Vertrieb übernimmt Dotemu.
Zwei neue Turtles kamen nach dem Start dazu, dazu ein Hinweis auf das nächste Spiel des Studios
Monate nachdem die Verfolgungsjagd in den Läden angekommen war, gab das Studio dem Ensemble zwei Figuren zurück, die es nur als Fanwunsch gab: Mona Lisa und Mondo Gecko kamen in einer Erweiterung namens Radical Reptiles dazu, und mit ihr ein Update, das den kompletten Soundtrack mit Hilfe von Gastkünstlern neu ordnete. Wer seit dem Start dabei war, für den tauchten diese beiden Turtles überraschend auf, ohne vorherige Ankündigung, die Verstärkung fürs Ensemble versprochen hätte. Ein späterer Beitrag an derselben Pinnwand brachte eine weitere Nachricht: Das Team hinter dieser Verfolgungsjagd baut zusammen mit Marvel Games ein neues Spiel, Marvel Cosmic Invasion, einen Titel, der ungefragt im Kommentar eines Spielers zu diesem Spiel wieder auftaucht.
Wer das nächste Spiel des Studios angespielt hat, kam als größerer Fan dieses hier zurück
Auf Steam, wo das Spiel verkauft wird, fällt das Urteil mit großem Abstand zustimmend aus, und der Unterschied zwischen wenigen und vielen Stunden ändert nichts am Lob, nur seinen Tonfall. Wer gerade einmal 3 Stunden investiert hat, spricht schon von einer Arbeit, die sich jeder ansehen sollte, der unabhängige Spiele macht; wer auf 245 Stunden kommt, beschreibt dieselbe Erfahrung als komplette Rückkehr in die Kindheit, ohne jede Spur von Ermüdung. Wer als Kind selbst Turtles-in-Time-Module gewechselt hat, kennt den Moment, den diese Kommentare zu fassen versuchen.
Der aufschlussreichste Kommentar stammt von jemandem mit 37 Stunden auf der Uhr, der auch die Demo von Marvel Cosmic Invasion angespielt hat, das nächste Spiel desselben Studios: Für diese Person ist der Unterschied in der Politur zwischen beiden groß, und diese Jagd mit den Turtles liegt vorn. Ein anderer Spieler, der niemanden aufs Sofa rufen konnte, hat allein durchgespielt und es trotzdem empfohlen: Gesellschaft hilft, Pflicht ist sie nicht. Zu dem Lob, das sich wiederholt, gehören die Vielfalt der Schläge jeder einzelnen Turtle, der Soundtrack und wie leicht sich eine Online-Partie mit einem Freund öffnen lässt; der häufigste Einwand ist, dass sich die Grundbesetzung von Kämpfer zu Kämpfer zu ähnlich anfühlt, ein Makel, den auch die beiden zusätzlichen Turtles aus der Erweiterung nicht behoben haben.
Auf der höchsten Schwierigkeitsstufe wird Einstecken zur Lotterie
Die Klagen teilen sich in zwei Lager, die nichts miteinander zu tun haben. Das eine betrifft den Umfang des Spiels: Ein Spieler mit 33 Stunden Spielzeit fasste die gesamte Kampagne als wenige Stunden wiederholter Inhalte zusammen, mit demselben Schlag, der Schauplatz für Schauplatz neu angesetzt wird. Das andere betrifft, wie die Steuerung auf der höchsten Schwierigkeitsstufe reagiert: Dort hängt Treffen oder Einstecken nicht mehr an der Reaktion, sondern wirkt wie ausgelost, der Gegner schlägt zu, ehe er ins Sichtfeld gerät, der zweite Sprung setzt nicht im richtigen Moment an, und in ein Loch im Level zu fallen gelingt leichter, als es sollte. Wer allein auf diese Stufe geht, spürt selbst den Schlag, der aus dem Nichts zu kommen schien.
Ein Spieler mit einer registrierten Stunde sagt, er habe das Spiel ein einziges Mal durchgespielt, im April, und sei nicht mehr zurückgekehrt. Bei denen, die im Netz nach Gesellschaft suchen, nimmt der Frust eine andere Form an: Ein Spieler berichtet, 12 Mal aus demselben Raum geworfen worden zu sein, ohne eine einzige Partie zu beenden. Auch die Erweiterung mit Mona Lisa und Mondo Gecko bekam ihren Seitenhieb ab: Für einen Spieler mit 6 Stunden ist sie der Beweis, dass eine geliebte Reihe in einzeln verkaufte Stücke zerlegt wurde.
Für alle, die mit der Zeichentrickserie groß geworden sind, und für alle, die faire Härte wollen
Dieses Spiel lohnt sich für alle, die Schauplatz für Schauplatz einen Ausschnitt der Serie von 1987 wiedererkennen, und für alle, die Leute haben, die das Sofa oder den Server mit maximal 6 Personen teilen wollen: Dort atmet die Prügelei am besten, weil sich derselbe Schlag auf mehr Hände verteilt. Nichts für alle, die eine lange Kampagne suchen, und nichts für alle, die einen hohen Schwierigkeitsgrad wollen, der den Fehler des Spielers bestraft und nicht die Lotterie des Bildschirms. Ebenso wenig taugt es für alle, die im Netz Mitspieler suchen, ohne die Geduld, es nach einem einzigen Rauswurf aus dem Raum noch einmal zu versuchen. Allein geht man auf die härteste Stufe, und das Loch im Level spürt man früher als die Nostalgie.