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Shadow Warrior Classic Complete: Der Streit dreht sich nicht um den Witz, sondern um die Tastatur

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Lo Wang mäht untote Sumōringer nieder und steigt in einen Bulldozer, und das alles in derselben Grafik-Engine der Macher von Duke Nukem 3D. Doch das Steuerungsschema der ursprünglichen Veröffentlichung trennt noch immer jene, die den ersten Level beenden, von jenen, die an ihm aufgeben.

Untote Sumōringer, ein Bulldozer und eine geliehene Engine aus Duke Nukem 3D

Lo Wang mäht Sumōringer nieder, die längst tot waren, rammt Wurfsterne in Samurai und steigt auf einen Bulldozer, um den Rest zu überfahren – ohne seine geschmacklosen Sprüche gegenüber den Geishas einzustellen, die ihm unterwegs begegnen. Genau dieser Ton zieht sich durch die Spielbeschreibung im Shop selbst: keine Scham, keine Erklärung, ein grober Ninja, losgelassen in einer Kulisse aus Yakuza und Tempeln.

Die in diesem Shop zusammengefasste Fassung bündelt das ursprüngliche Spiel mit zwei Erweiterungen, Wanton Destruction und Twin Dragon, und das Arsenal wächst über das bereits Vorhandene hinaus: scharfe Katanas, Uzis, eine vierläufige Schrotflinte und sogar die eigenen Fäuste, mit einem eigenen Nahkampfmodus für Schläge und Hiebe. Fahrbare Fahrzeuge durchbrechen Wände, zermalmen Gegner und machen den Weg frei für neue Feuerkraft.

Das Team stammt von den Machern von Duke Nukem 3D, 3D Realms Entertainment, während Devolver Digital den Vertrieb übernimmt. In diesen Shop kam es am 15. November 2012 – ein Datum, das zugleich die ersten Bewertungen markiert.

Wer ohne Nostalgie kam, lachte über dieselben Wortspiele

Das Lob, das sich unter denen wiederholt, die gleich zum Start 2012 schrieben, klingt immer ähnlich: Das Spiel trägt denselben Geist wie Duke Nukem 3D, läuft nur auf einer weiterentwickelten Version der Grafik-Engine, mit größeren Schauplätzen, Fahrzeugen und übertriebenen Gegnertoden. Wer diesen Stil schon mochte, erkennt das Rezept wieder – grober Humor, vielfältiges Arsenal, Dauerfeuer ohne Bremse.

Die interessanteste Verteidigung kommt allerdings von jemandem, der keine Erinnerung wiederzubeleben hatte: Ein Spieler stieß erst 2019 auf dieses Spiel, tauschte den ursprünglichen Emulator gegen eine inoffizielle Version mit höher aufgelösten Texturen und lachte über dieselben Wortspiele wie die Veteranen. Man steigt völlig ohne Kontext ein und lacht trotzdem – oder eben nicht, je nachdem, wie viel man von Lo Wangs aufgesetztem Akzent und den Witzen über seine chinesische Herkunft verträgt. Wer sich daran stößt, sagt eben dieser Spieler, hat jedes Recht, es nicht zu spielen.

Unter Linux fällt die Aufnahme ebenfalls gut aus: Jemand, der es unter Mint betreibt, lobt die abwechslungsreichen Level, den harten, aber fairen Schwierigkeitsgrad, die geringen Hardwareanforderungen und einen bereits enthaltenen Mehrspieler-Client. Auf russischer Seite schätzt ein Spieler, der vor Jahrzehnten vergeblich versuchte, das Ganze auf einem alten Rechner zum Laufen zu bringen, heute die Labyrinthe der verzweigten Level und die mehreren Feuermodi der Waffen – der einzige verbleibende Kritikpunkt ist der Schaden, den der Spieler durch die Splitter der eigenen Explosion nimmt.

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Der Vorwurf gilt nicht dem Witz, sondern dem Platz der Sprungtaste

Die Bewertungen, die aus dem Lobchor herausfallen, hadern weder mit dem Humor noch mit dem Arsenal: Sie hadern mit der Tastatur. 2020 beklagt ein Spieler, dass die Steuerung eine alte Belegung nachbildet, mit dem Sprung weit entfernt vom Rest der Tasten, und wünscht sich die Möglichkeit, sie neu zu belegen – während er den Rest des Spiels ohne Vorbehalt lobt.

2025 wird die Klage schwerwiegender: Ein anderer Bericht beschreibt, wie der Bildschirm wackelt und die Figur beim Bewegungsversuch wegrutscht, wegen einer fehlerhaften Steuerungseinstellung in der Umsetzung für den Computer. Nicht einmal das Bearbeiten der Konfigurationsdatei half, so dieser Spieler, der das Ergebnis als nutzlos und Schwindel erregend beschreibt.

Zwischen dem einen und dem anderen Bericht: dieselbe Treue zum Steuerungsschema der ursprünglichen Veröffentlichung, die der eine widerwillig hinnimmt, nennt der andere kaputt. Das ist die eigentliche Kluft, die sich durch die Bewertungen zieht: Niemand streitet darüber, ob das Spiel witzig ist, gestritten wird darüber, ob es sich mit der heutigen Tastatur spielen lässt.

Für alle, die bereit sind, die Tastatur vor dem ersten Level neu zu belegen

Wer alte Ego-Shooter mag, ungefiltert und ohne Mittelweg, bekommt hier eine großzügige Dosis: Fahrzeuge, die überrollen, und ein bewusst anstößiger Protagonist, den die Fans selbst als solchen anerkennen. Die Konfigurationsdatei zu öffnen und die Steuerung vor dem Spielen anzupassen, zahlt sich aus – genau das half jenem Spieler, der 2019 ganz ohne Nostalgie kam und trotzdem Gefallen fand. Wer dagegen nur einen Knopf drücken und loslegen will, ohne etwas anzurühren, läuft Gefahr, auf dasselbe 2025 gemeldete Hängenbleiben zu stoßen und vor dem ersten untoten Sumōringer aufzugeben.