Princess Farmer: Wenn es regnet, kommt der Grummelblock
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Die schärfste Kritik im Stapel gilt nicht dem Bauernhof, sondern dem, der das Spiel vertreibt.
Eine Bäuerin, ein magischer Baum und ein mürrischer Block
Auf Steam, wo das Spiel verkauft wird, steht eine negative Stimme, bei der die gespielte Zeit auf null steht – und die Beschwerde betrifft keine einzige Partie. Es geht um Zugangsschlüssel, die der Vertrieb Whitethorn Games in einer Bundle-Aktion versprochen und dann im Januar 2024 mehr als 240 Tage lang zurückgehalten haben soll, ohne je eine Erklärung nachzuschieben. Es ist die härteste Note im ganzen Stapel, und sie spricht nicht über das Spiel, sondern über den, der es vertreibt.
Princess Farmer beginnt mit einer gewöhnlichen Bäuerin, die unter dem Baum der Gaia aufwacht und die Gabe erhält, ganze Gemüsereihen mit bloßen Händen aus dem Boden zu ziehen und dabei Hindernisse zerplatzen zu lassen. Erzählt wird in Episoden, ganz nach dem Vorbild einer Serie über eine magische Heldin; jede dauert zwischen zwanzig Minuten und einer Stunde – je nach gewähltem Stil, nach Geschick und danach, wie viele Dialoge man überspringt. Die Antworten in den Gesprächen verändern, wie die Heldin zu Mother Gaia, zu Garlic, zur Ladenbesitzerin Rowan und zum Roboter BunBot steht, und jede Freundschaft wirft ein Geschenk ab.
Das Puzzle ersetzt das simple Verschieben durch eine eigene Logik: Höchstens fünf Gemüse lassen sich in der Hand sammeln, bevor die Kombination losgeht, und dieses Limit gibt jeder Stage ihre Form. Drei Spielweisen stehen zur Wahl – Action-Häsin, Rätsel-Häsin oder der Mittelweg dazwischen –, und in einigen Stages tritt die Spielerin gegen eine Gegnerin an. Fängt es an zu regnen, ist es mit der Ruhe vorbei: Das ist der Auftritt des Grummelblocks, der die Ernte durcheinanderbringt.
Die Pinnwand, die das Thema wechselte
Im März 2023 kam der letzte inhaltliche Nachschlag: ein Update zum Weltfroschtag, mit neuem Kostüm für die Heldin und einer Ladung Färbungen in Rowans Laden, dazu eine Korrektur an der Navigation eines Knotens in Episode 8. Danach drehen sich die Beiträge auf der Seite von Princess Farmer um ein anderes Projekt: Im August desselben Jahres kündigt das Studio den Start von Elemental Survivors im Early Access an, einem Survival-Spiel mit automatischen Angriffen und Anleihen bei einem alten Rollenspiel – ein Genre, das vom magischen Bauernhof weit entfernt liegt. Wer auf diese Seite zurückkehrt und nach einer neuen Episode sucht, findet Schweigen: Die Aufmerksamkeit ist auf die andere Seite des Studiokatalogs gewandert.
Fast dagegen gestimmt – und dann umgedacht
Eine Spielerin hätte beinahe eine negative Stimme abgegeben: zu viel Rosa für ihren Geschmack. Am 8. Mai 2026 spielte sie es durch. Gut fünf Stunden nach dem Start dachte sie um und sprach eine Empfehlung aus – mit dem Eingeständnis, dass andere Spiele derselben Machart das, was dieses tut, besser hinbekommen.
Auch wer mit den Taschenspielen der eigenen Kindheit vergleicht, ist angetan: Eine Rezension vom September 2026 zieht den Nintendo DS als Lob heran, nicht als Abwertung, und hebt Figuren hervor, die man schnell mag, Dialoge, bei denen sich das Lesen lohnt, und den Soundtrack – allen voran das Stück im Abspann. Ist die Geschichte vorbei, verlängert der Schnellmodus das Ganze, besonders wenn über Remote Play Together eine zweite Person danebensitzt.
Eine Stimme von einem Tag davor lobt das Limit an Gemüse in der Hand als interessante Wendung fürs Genre, empfiehlt namentlich die Stage aus Episode 2 und bemängelt nur, dass in den Stages ein optischer Hinweis auf Sturm oder Stein fehlt – und dass sich beim Wiederholen einer Stage bereits gesehene Dialoge nicht überspringen lassen. Wer im September 2026 über zwölf Stunden zusammenhatte, war hinter den letzten fehlenden Hasen-Färbungen für die Sammlung her und drehte im Schnellmodus kurze Runden, sobald ein wenig Zeit übrig blieb.
Schön anzusehen, leicht zu schlagen
Die längste Kritik im Stapel stammt vom September 2024, von jemandem mit einer Stunde Spielzeit: Optik und Welt erkennt sie als Stärken an und empfiehlt das Spiel allen, denen es darum geht, beschreibt das Puzzle aber als flach – pausenloses Knöpfchendrücken holt in den Stages gegen die Uhr die Höchstwertung und schlägt jeden Versuch, in Ruhe eine Kombination zu bauen. Eine weitere Stimme mit einer Stunde, vom Februar 2025, fasst dasselbe in wenigen Worten: hübsch, als Puzzle aber schwach.
Eine Rezension auf Chinesisch, ebenfalls mit einer Stunde, zielt über die Mechanik in dieselbe Richtung: Das Ziehen und Einpassen gerät ihr umständlicher als der direkte Griff, mit dem man in klassischen Drei-Gewinnt-Spielen die Steine zerplatzen lässt. Auf französischer Seite beschreibt eine Stimme mit fünf Stunden die meisten Stages als Sache der Uhr oder des Drucks in Echtzeit, beklagt, dass die Wahl zwischen flinkem und bedachtem Stil in der Praxis kaum etwas ändert, und räumt ein, das Spiel abgebrochen zu haben.
Technisches kommt dazu: Eine Sitzung von zwei Stunden berichtet von einer Steuerung, die hängen bleibt und einen Neustart erzwingt, von Fortschritt, der beim Schließen des Programms mitten in einem Gebiet verloren geht, und von einer Handlung, die die Person für verzichtbar hält. Und dann ist da die Stimme mit null Stunden, dieselbe, die diesen Text eröffnet – wer nie gespielt hat, stimmt ebenfalls ab, und zwar gegen den Vertrieb, nicht gegen die Macher.
Was in eine Pause von Episodenlänge passt
Wer ein Puzzle sucht, das einem schlechten Plan standhält, wird früh frustriert: Die Uhr in den Stages treibt zum Improvisieren, und gedankenloses Drücken bringt genauso viele Punkte wie eine sorgfältig gebaute Kombination – oder mehr, wenn man denen glaubt, die sich darüber am lautesten beschwert haben. Wer eine kurze Geschichte für einzelne Episoden will, dazu Hasen-Färbungen sammeln und über Remote Play Together gemeinsam mit jemandem spielen möchte, bekommt genau das ohne Umschweife – und geht selbst mit anfänglichem Misstrauen zufrieden heraus, so wie jene Spielerin, die beinahe schlecht bewertet hätte und es sich am Ende anders überlegte.