
Phoning Home: Der Eintrag steht noch immer auf Early Access
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Ein zerschelltes Schiff, eine unberechenbare Roboterbegleiterin und eine Welt ohne Karte spalten die Spielerschaft zwischen Faszination und Frust.
Ein Eintrag, der noch immer Early Access sagt
Im GOG-Eintrag gilt Phoning Home nach wie vor als Early Access. Dennoch gibt es eine Rezension, die davon berichtet, die Geschichte in beiden möglichen Enden durchgespielt zu haben — die Roboterin ANI erreicht das Finale mit 14 % Korrosion, ein Schaden, den sie mit sich trägt, der das Duo aber nicht am Weiterreisen hindert. Auf der Store-Seite fällt das Echo eher positiv aus, von einhelliger Zustimmung ist es jedoch weit entfernt.
Du schlüpfst in ION, eine junge Erkundungseinheit, die ausgesandt wurde, um natürliche Ressourcen zu sichern. Das Schiff stürzt ab, der Rumpf zerbricht in Einzelteile, und als einzige Gesellschaft bleibt die künstliche Intelligenz an Bord — bis ION auf ANI trifft, eine verlassene Serviceroboterin, die sich selbst für reichlich verrückt erklärt, für jede Chance auf Flucht aber unentbehrlich wird. Von da an durchquert das Duo schneebedeckte Wälder, Vulkane, Schluchten, tiefe Ozeane und glühende Wüsten, öffnet Portale, um sich über das Gelände zu bewegen, fertigt Werkzeuge aus dem, was ihm unterwegs begegnet, und entschlüsselt die Überreste einer außerirdischen Zivilisation — gekämpft wird nur, wenn es sich nicht vermeiden lässt.
Das Spiel erschien am 7. Februar 2017, verantwortet vom Studio ION LANDS, das auch den Vertrieb übernimmt. Die Beschreibung im Store selbst fasst die Mischung als Erkundung, Logik und Action zusammen — das Überleben kommt über das feindliche Klima herein und über die Werkzeuge, die ION zusammenbauen muss, um nicht zu erfrieren oder auf dem falschen Weg verloren zu gehen.

Das Duo, das die Geschichte trägt
Wer knapp drei Stunden gespielt hat — nach eigener Aussage etwa ein Drittel des Spiels —, verglich das Erlebnis mit Subnautica, nur mit Verbesserungen und einfacher freizuschaltenden Werkzeugen und stärker von der Erzählung als vom Bauen getragen. Diese Rezension vom 30. Dezember 2019 rechnete mit den Abstürzen und der Langeweile, die bis dahin als die am häufigsten genannten Probleme galten — und fand weder das eine noch das andere.
Eine deutschsprachige Rezension vom 13. Mai 2019 lobt die Vertonung: derselbe Sprecher, der Kevin Spacey in dieser Sprache synchronisiert, leiht auch der künstlichen Intelligenz des Schiffs seine Stimme, was der Figur Autorität verleiht, obwohl sie im Grunde nur eine einsame Stimme auf einem leeren Planeten ist. Eine andere, vom 9. Februar 2021, bringt das Gefühl auf den Punkt und vergleicht das Duo mit Wall-E und E.T. — ein neugieriger Roboter, der sich um ein zerbrechliches Wesen kümmert, das seine Sprache nicht spricht.
Wer das Spiel am 4. April 2019 beendet hat, beschreibt wenige Stunden einer Geschichte, die man nur einmal spielt, aber mit gut ausgearbeiteten Nebenfiguren — die Art kurzes Erlebnis, das sich mehr lohnt als irgendein Film. Doch dieselben, die die Reise loben, geben ihren Preis zu: ohne Wegweiser tastet man sich durch jede Route per Versuch und Irrtum und speichert alle paar Schritte, nur um das bereits Gesammelte nicht zu verlieren.
Verirrt ohne Karte, festgefahren ohne Vorwarnung
Die älteste Rezension zum Spiel stammt vom 9. Februar 2017 — wenige Tage nach dem Erscheinen — und stellte schon damals fest, dass das Spiel nicht fertig war: viele Bugs, eine interessante Geschichte, aber hakelige Spielbarkeit, eine Sprache, die sich nur über die Einstellung des Betriebssystems ändern lässt und nicht im Spiel selbst, aus unerfindlichen Gründen leere Gebiete und eine Aufgabe, die selbst nach dem Erfüllen als offen markiert blieb.
Ohne Karte kommt einen das Verirren teuer zu stehen. Ein Bericht vom 4. Januar 2024 beschreibt eine Welt aus Sand, Schnee und Lava mit äußerst wenigen Orientierungspunkten und eine Geländephysik, die einen den Hang hinunterschiebt, selbst an Hängen, die scheinbar mühelos ansteigen. Ein anderer, vom 16. September 2024, bringt das Ergebnis auf den Punkt: Der Tod wirft einen an den Anfang zurück, und alles seit dem letzten Mal Gesammelte geht mit verloren.
Das Problem gehört nicht der Vergangenheit an. Eine Rezension vom 5. September 2025 zeigt, wie das Spiel mitten in der Sitzung auf einen schwarzen Bildschirm einfriert, mit verlorenem Fortschritt und erzwungenem Neustart. Wer mit einem Xbox-One-Controller zu spielen versucht, stößt auf eine weitere, grundlegendere Hürde: Die Steuerkreuz-Eingaben reagieren vertauscht, und das Einstellungsmenü selbst nimmt keine Anpassung an, ohne dass man zur Maus greift.
Es ist genau dasselbe Fehlen einer Karte, das die Fans des Spiels Immersion nennen. Nur ist es für diese Rezensionen keine Design-Entscheidung — sondern Vernachlässigung.
Sich zu verirren ist der Preis, nicht der Fehler
Auch wenn der Eintrag noch immer als Early Access markiert ist: Wer sich darauf einlässt, sich im Nirgendwo zu verlieren und alle paar Schritte zu speichern, schließt am Ende ein Duo aus Metall und Stimme ins Herz. Wer Gesellschaft der Anleitung vorzieht, wird Gefallen daran finden, denn hier reicht einem niemand eine Karte, und die Erkundung ist der Sinn der Sache, nicht der Makel. Eine Rezension vom 2. Dezember 2022 merkt an, dass das Spiel für jüngere Kinder gut funktioniert, mit stabiler Spielbarkeit und ansprechender Optik — ein weiteres Publikum, dem es dient, auch wenn es nicht die ursprüngliche Zielgruppe der Verfasserin war.
Wer mit einem Xbox-One-Controller spielt, sollte es gar nicht erst versuchen: Die Steuerung kommt vertauscht heraus, und das Optionsmenü ignoriert den Controller selbst. Und wer es nicht erträgt, den Fortschritt an einen seit Jahren bestehenden Fehler zu verlieren — die jüngste Rezension der Sammlung, vom 5. September 2025, verzeichnet noch immer den schwarzen Bildschirm mitten in der Partie —, lässt es besser auf ein andermal beruhen.