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iO Inner Self: vom preisgekrönten Kurzfilm zum Wellen-Shooter auf dem Lavaplaneten

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Die Verpackung verspricht eine Reise ins eigene Innere; wer das Spiel ausprobiert hat, fand darin meist vor allem einen Schießstand in der virtuellen Realität.

Ein Universum, das als Kurzfilm begann

iO Inner Self - The Lava Planet VR geht auf einen preisgekrönten Animationskurzfilm zurück, iO - Inner Self, und versetzt die Hauptfigur auf den Lavaplaneten, einen feindseligen Ort, den sie im eigenen Kopf aufsucht. Spaceboy hat diese Fantasie in einen Ego-Shooter verwandelt, der ausschließlich in der virtuellen Realität (VR) läuft: Gegnerhorden kommen in Wellen, die immer schwerer werden, man hebt die Waffe, zieht den Schild hoch, wenn es eng wird, und versucht die ganze Runde durchzuhalten, um den eigenen Rekord zu übertreffen. Zwei Schwierigkeitsgrade stehen zur Wahl, und wer die Mechanik einmal beherrscht, spielt vor allem gegen den vorherigen Punktestand.

Nicht alle erleben dieses Schusstempo. Wer im Dezember 2025 eine Stunde mit dem Spiel verbracht hat, beschrieb eher eine beschauliche Versenkung: eine psychedelische Lavalandschaft, Geometrien, die sich langsam verwandeln, und einen Soundtrack, der beruhigen soll. Dieselbe Person warnt, dass allen, die hohes Tempo und harte Herausforderung suchen, das Ganze eintönig vorkommen kann — das Gegenteil dessen, was die offizielle Beschreibung verspricht.

Nach dem Erscheinen ging die Arbeit im Studio weiter

Im März 2023 hat Spaceboy dem Spiel einen Endlosmodus hinzugefügt: Wer den Rekord auf den normalen Schwierigkeitsgraden schon geknackt hat, landet anschließend dort — bei endlosen Gegnerwellen, bei Verstärkungen, die die Strategie variieren, und bei zusätzlichen Errungenschaften. Dieselbe Mitteilung stellt weitere Projekte im Universum von iO in Aussicht, und die Spielbeschreibung selbst bestätigt den Plan: Dies ist das erste Abenteuer einer neuen Reihe, weitere Inhalte sind für die Zukunft angekündigt.

Läuft auf jeder Brille, sagen die Tester

Der ausführlichste Text unter denen, die das Spiel empfehlen, handelt kaum von der Handlung und fast nur von der Kompatibilität. Im Januar 2025 auf einer HTC Vive, auf einer Quest 3 über Steam Link und auf einem Index getestet, lief das Spiel auf allen drei Geräten stabil in Bild, Steuerung und Ton und war zudem leicht zu durchschauen — die Antwort für alle, die sich fragen, ob die eigene Ausrüstung mitkommt. Derselbe Text schreibt dem Spiel dreizehn Steam-Errungenschaften für Trophäenjäger zu, nennt die Herausforderung der Wellen beachtlich und empfiehlt das Erlebnis allen, die neugierig geworden sind.

Es ist dieselbe Logik, mit der die Spielseite aufmacht: Wellen, Rekord, eine Errungenschaft mehr auf dem Konto.

9 mochten esPositive1 nicht

Fünfzehn Stunden später, noch immer ohne Erklärung

Man stelle sich vor, mehr Zeit in das Spiel zu stecken als alle anderen in der Stichprobe des Dossiers — fünfzehn Stunden, erfasst im April 2026 — und es trotzdem nicht zu empfehlen. Genau das ist im einzigen ablehnenden Text passiert: Er benennt keinen Mangel des Spiels, er kippt ins Scherzhafte, mit einem Verweis auf einen Kriegsfilm und einem Bild aus Schriftzeichen, ohne eine Zeile darüber, was diese Person von einer Empfehlung abgebracht hat. Es ist die einzige abweichende Stimme, die das Dossier verzeichnet, und selbst sie greift das Spiel nicht an: Sie kehrt ihm nur den Rücken.

Für wen der Lavaplanet taugt

iO Inner Self taugt für alle, die bereits eine VR-Brille an einem PC mit SteamVR oder Oculus PC hängen haben, getrackte Controller in den Händen halten und eine Sitzung für sich allein wollen, ohne zweiten Spieler im Ohr: Ausrüstung aufsetzen, den Wellen standhalten, mit einer neuen Zahl auf der Bestenliste herauskommen und vielleicht mit einer Errungenschaft mehr auf dem Konto. Es läuft laut den Testern auf mehr als einem Gerät, bleibt aber ein Spiel für Windows, ohne Fassung für andere Systeme.

Wer das Spiel wegen dessen startet, was der Name verspricht — eine Reise ins eigene Innere —, geht enttäuscht heraus: Diese Lesart stammt aus einem einzigen Text, nach einer Stunde Spielzeit, nicht aus dem Drehbuch. Alles Übrige — auch für den Spieler, der auf fünfzehn Stunden kam — besteht aus Gegnerwellen, Waffe und Schild. Es taugt dazu, sich mit der VR-Brille auf dem Kopf die freie Zeit zu vertreiben; es taugt nicht für alle, die erwarten, dass aus dem Blick nach innen ein Drehbuch wird.