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Flight of the Amazon Queen: Joe King gegen Doktor Frank Ironstein

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Ein Point-and-Click-Abenteuer, das alles auf das Repertoire der Abenteuerfilme der 40er Jahre setzt — und die Kritiken zeigen, wie weit der Gag trägt.

Ein Pilot namens Joe King

Sie sind Joe King, Pilot der Amazon Queen — und schon der Name macht klar, dass hier niemand irgendetwas ernst nimmt. Der Auftrag beginnt harmlos: Die Schauspielerin Faye Russel soll zum nächsten Drehort gebracht werden. Gefährlich wird es, als Kings Rivale, der Fliegende Holländer, ihm in die Quere kommt und die beiden auf den Plan von Doktor Frank Ironstein stoßen, einem verrückten Wissenschaftler, der die Welt vom amazonischen Dschungel aus beherrschen will. Unterwegs warten ein feindseliger Tempel und Amazonenkriegerinnen, die jeden Schritt erschweren.

Das Spiel gibt sich als Erbe der Abenteuerserials der 40er Jahre, ganz im Ton eines B-Films: ein spöttischer Held, ein Wissenschaftler im Kittel, der nach der Welt greift, ein Wald voller Fallen. Es ist ein Point-and-Click-Abenteuer jener Art, die dazu auffordert, jeden Schauplatz zu erkunden, jeden Gegenstand aufzulesen und Kombinationen auszuprobieren, bis das Rätsel nachgibt — mehr als hundert verschiedene Schauplätze und mehr als vierzig Figuren liegen auf dem Weg. Jede Zeile ist vertont, mit einem Ensemble, das Brad Lavelle, Tom Hill, Bill Hootkins, Enn Reitel, Penelope Keith, Jon Coleman und Debbie Arnold versammelt, unter anderen.

Verantwortlich für das Spiel ist das Studio Interactive Binary Illusions, vertrieben wird es von Red Sprite Studios; auf GOG erschien es am 20. September 2013.

Immer wieder fällt in den Kritiken derselbe Name: LucasArts

Wer in der Woche der Veröffentlichung schrieb, im September 2013, hielt bereits den Vergleich fest, der in fast jedem Text wiederkehrt: Das Spiel erinnert an die Klassiker von LucasArts, allen voran Monkey Island und die Indiana-Jones-Reihe. Gelobt werden der sorgfältige Zeichenstil, der Soundtrack und der bewusst billige Humor — die Sorte Witz, die weiß, dass sie ein Witz ist.

Dieselben Leute bemängeln allerdings denselben Patzer: die Icon-Steuerung, die wiederholtes Klicken verlangt, nur um eine Tür zu öffnen. Wer schon Dutzende Abenteuer des Genres durchgespielt hat, erkennt die Logik der Rätsel mühelos — für Neulinge trägt die Herausforderung länger. Ein Text von 2022 fügt eine weitere Klage hinzu: Das Tempo der Figur ist langsam, und das ermüdet mehr als jedes schwere Rätsel.

Manche gehen über die technische Bilanz hinaus: Ein Text von 2020 hält fest, dass das Studio nach diesem Spiel kein weiteres mehr veröffentlicht hat, und bedauert, dass die Liste damit endete.

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Für alle, die das LucasArts-Drehbuch auswendig können — und für alle, die dieses Icon nie gesehen haben

Nach so vielen Texten, die in dieselbe Richtung deuten, geht die Rechnung mühelos auf. Wer ein Monkey Island durchgespielt hat, erkennt das Drehbuch, sobald die Amazon Queen abhebt, und lacht sofort über das Wortspiel im Namen des Piloten. Wer noch nie in die Nähe eines Point-and-Click-Abenteuers gekommen ist, wird es befremdlich finden, der Welt allein mit Icons zu antworten, und wird jeden langsamen Schritt der Figur als zusätzliches Hindernis spüren.

Das Spiel verlangt kein Vorwissen über die Serie, fordert aber Geduld mit einer Oberfläche, die schon veraltet zur Welt kam. Wer sich auf diesen Handel einlässt, dem liefern der Amazonas-Dschungel und Doktor Frank Ironstein einen selten albernen Witz, und das komplett vertonte Ensemble trägt die Szene. Wer eine schnelle Antwort und einen direkten Befehl will, für den ist das nicht die Eingangstür.