In Maple Town wohnen die Kampfgefährten nebenan
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Für ihre Voxel-Optik wird die rundenbasierte Reise gelobt; die Meinungen gehen auseinander, sobald sich die Kämpfe ziehen und das zentrale Geheimnis die Türen schließt, ohne alles zu beantworten.
In Maple Town wohnen die Kampfgefährten nebenan
Rekrutiert werden keine gepanzerten Krieger, sondern die Haustiere aus der Nachbarschaft, jedes mit eigenem Satz an Fähigkeiten. Mit dieser ungewöhnlichen Truppe zieht man gegen das los, was die Stadt nach einem Unfall verborgen hat, und dieser Unfall ist der Auslöser für alles Weitere. Gekämpft wird aktiv und rundenbasiert, und Maple Town verschwindet unter Schichten aus Rätseln, sobald die ersten Monster auftauchen.
Der Fortschritt läuft über Comics: Mehr als 30 Hefte lassen sich sammeln, jedes zieht ein eigenes Minispiel nach sich und schaltet Verbesserungen an Fähigkeiten und Werten frei. Die Bewohner helfen, wo sie können – ein erledigter Auftrag oder ein gelöstes Rätsel öffnet einen neuen Weg oder weist auf ein weiteres Geheimnis hin –, und so öffnet sich die Stadt nach und nach, Nachbar für Nachbar.
Unter dem Übernatürlichen steckt eine Geschichte über Familie und über die Wehmut, in einer Kleinstadt aufzuwachsen, angesiedelt in den Neunzigern. Optisch ist alles Voxel: Der zweite Titel der 'Voxel-Trilogie', an der das Studio Cococucumber baut, erschien am 19. Juni 2024 – das Mittelstück eines größeren Plans, der sich erst später erschließen sollte.
Ein Vater fliegt ins All; anderswo taucht eine Unbekannte auf
Ende 2025 stellte das Studio den Nachfolger vor: Echo Generation 2 begleitet Jack, den Vater der Familie aus dem ersten Spiel, der in einer fremden Dimension festsitzt und zu einem rundenbasierten Abenteuer zwischen den Sternen aufbricht, mit mehr als 100 Fähigkeiten zum Freischalten und neuen Verbündeten, die sich im Kampf anwerben lassen.
Monate später kam eine Demo zum Spielen, in der Jack fehlte: Sie steckte einen in die Rolle eines Kindes mit übersinnlichen Kräften, das aus einem Forschungszentrum zu fliehen versucht, das es im Jahr 1987 gefangen hält. Der rundenbasierte Kampf bekommt eine Kartenebene – man stellt das Deck zusammen und entscheidet, wie man jede Auseinandersetzung angeht –, eine Spielart der Formel, die sich deutlich von der unterscheidet, die Maple Town kennt.
Eine einzige Stimme – und sie empfiehlt ohne Vorbehalt
Über das Spiel wird wenig geredet, und auf Steam, wo es verkauft wird, fiel das schriftlich Festgehaltene im Großen und Ganzen empfehlend aus. Die ausführlichste Stimme spielt im September 2026 8 Stunden und lobt vor allem den Einstieg, den das Spiel bietet: leicht zu greifen, geeignet für alle, die das Genre noch nie angefasst haben, kurz, ohne flach zu sein, und durchgehend interaktiv. Das ist die Art von Urteil, die trägt, wenn man noch nie ein rundenbasiertes Spiel geöffnet hat – und für diese Person spricht die knappe Spieldauer dafür, nicht dagegen.
Lange Kämpfe, ein Ende, das die Rechnung nicht aufgehen lässt
Zufrieden waren nicht alle. Eine Person hörte im Juli 2026 nach 1 Stunde auf und spart nicht mit Lob für die Art Direction: Die Atmosphäre trägt das Spiel in dieser Lesart ganz allein. Das Problem liegt im Kampf. Ein gewöhnlicher Angriff nimmt 8 Schadenspunkte, ein Boss bringt mehr als 100 Lebenspunkte mit – eine Rechnung, die sich nur langsam auflöst und ermüdet, noch ehe eine echte Herausforderung auftaucht. Aus dieser Sicht bleiben die Sammelaufträge als Füllmaterial übrig, und die abschließende Empfehlung bleibt aus: Wer die Stimmung mag, darf hineinschauen, ohne Gewähr, am Ende zufrieden zu sein.
Wer weiter kam, hatte einen anderen Einwand. Ein Text auf Chinesisch, von jemandem, der im Juni 2026 9 Stunden gespielt hat, beginnt mit demselben Lob: Die visuelle Sorgfalt und der Aufbau der Welt fesseln in den ersten Stunden so sehr, dass die Person das Gefühl hatte, endlich das richtige Spiel gefunden zu haben. Danach wiegt die Wiederholung schwer – Karten, die man wegen Sammelstücken erneut abläuft, zu viele Gegnerbegegnungen, Interaktionen, die nicht mehr überraschen. Doch ausschlaggebend für die Note ist ein anderer Punkt: der Abschluss. Für diese Person endet das Geheimnis, das die Stadt über das ganze Spiel hinweg aufbaut, ohne die eigenen Fäden zu verknüpfen, als wäre die Antwort auf später verschoben worden – das Gefühl, ein Puzzle zusammenzulegen und zu merken, dass ausgerechnet das Teil fehlt, das man am liebsten gefunden hätte.
Für alle, die eine zähe Mitte für einen schönen Anfang in Kauf nehmen
Wer rundenbasierte Kämpfe noch nie gespielt hat und einen kurzen ersten Versuch sucht, fährt gut damit: Haustiere als Verbündete, eine Kleinstadt, die sich komplett umkrempeln lässt, ohne Dutzende Stunden Verpflichtung. Gute Gesellschaft für einen Nachmittag, nicht für eine ganze Saison.
Wer das Genre seit Langem spielt und flotte Kämpfe will, stößt auf denselben Einwand wie die Person, die früh aufgehört hat: Schwache Angriffe gegen Bosse mit viel Leben dehnen, was schnell gehen müsste. Und wer dem Geheimnis zum Schluss folgt und darauf hofft, dass jeder lose Faden verknüpft zurückkommt, verlässt Maple Town mit dem Beigeschmack einer unfertigen Geschichte – der Rest blieb allem Anschein nach Jack und der Unbekannten aus der anderen Demo vorbehalten, dem Nachfolger, den das Studio bereits vorgestellt hat, nicht diesem ersten Kapitel.