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Doomdark's Revenge: der Krieg, den man mit einer Karte aus Papier und nummerierten Lego-Steinen auf dem Wohnzimmerboden führte

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Ein remastertes Sequel von 1985, das die Meinungen spaltet — zwischen denen, die das fehlende Tutorial eine Herausforderung nennen, und denen, die es schlicht Vernachlässigung nennen.

Eine Armee, die in deinem Wohnzimmer landete

Ein Spieler erzählte, er habe den Boden seiner Wohnung mit einer handgezeichneten Karte und nummerierten Lego-Steinen bedeckt, die seine eigenen Truppen darstellten — nur so konnte er aus der Ferne erkennen, ob eine im Spiel gesichtete Einheit ihm gehörte oder eine mögliche Rekrutin war. Die Rezension erschien am selben Tag, an dem das Spiel in den GOG-Shop kam. Genau diese Hingabe hat Doomdark's Revenge seit jeher von jedem verlangt, der sich zum Spielen hinsetzte — und es wird sie auch von dir verlangen.

Es ist das Sequel, das Mike Singleton 1985 zu The Lords of Midnight schrieb: Die Bedrohung des ersten Abenteuers liegt hinter dir, und die neue Geschichte gehört Doomdark's Revenge, gegen Shareth Heartstealer, die Kaiserin des vereisten Reiches. Der Feldzug verbindet Suche und Krieg, Erkundung und kalkulierte Strategie und lässt sich allein spielen oder unter Freunden und Familie aufteilen, wobei jeder eine andere Figur befehligt. Du bist es, der die Truppen mit denen teilt, die gerade in der Nähe sind, und zu entscheiden versucht, ob die Einheit, die am Horizont auftaucht, Verstärkung oder Bedrohung ist.

Die 2014 bei GOG veröffentlichte Ausgabe wird Mike Singleton und Chris Wild zugeschrieben, vertrieben von Chilli Hugger Software: Grafik im Retro-Stil und in hoher Auflösung, ohne auf das rundenbasierte Tempo zu verzichten, das für alle gedacht ist, die nach und nach in den Feldzug ein- und aussteigen, dazu eine Novelle, die die Geschichte begleitet.

Eine Nostalgie, die den Emulator überlebt

Der Eindruck, der bei den langjährigen Spielern immer wieder auftaucht, ist der einer gelungenen Rettung. Eine Rezension von 2020 lobt diese Fassung dafür, das Original mit saubererer Grafik und einer klareren Oberfläche nachzubilden — die Art von Überarbeitung, die die Erinnerung derer nicht verrät, die das Spiel einst auf selbstgebauten Emulatoren laufen ließen. Ein deutschsprachiger Kommentar, ebenfalls von 2021, nennt dieses zweite Abenteuer noch besser und schöner als das erste. Ein französischer Bericht von 2025 fasst das Duo Lords of Midnight und Doomdark's Revenge als revolutionär für seine Zeit zusammen — und noch heute ein Vergnügen, zu dem man zurückkehrt.

Nicht jede schöne Erinnerung kommt ohne Einschränkung aus. Eine Rezension von 2024 vergibt eine hohe Note und lässt die Nostalgie unangetastet, verlangt aber eine Anpassung an Shareths Verhalten: Die Unberechenbarkeit der Schurkin kippt für den Verfasser von der Herausforderung ins Unkontrollierbare. Es ist das Gefühl, die Kontrolle über das Spielbrett genau in dem Moment zu verlieren, in dem man sie am dringendsten braucht. Es ist dasselbe Lob für das Flair vergangener Zeiten, das sich hier in eine einzelne, konkrete Klage verwandelt.

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Keine Übersetzung, kein Tutorial, keine Geduld

Auf der anderen Seite ist die häufigste Klage nicht das Retro-Flair — es ist die fehlende Unterstützung. Eine spanischsprachige Rezension von 2023 beschreibt das Spiel als eher eine interaktive Novelle ohne Ton, vollständig auf Englisch, deren Tutorials nur das Nötigste vermitteln: Ist dieser Punkt überschritten, hängt jedes Vorankommen von Intuition oder Resignation ab, was die Erfahrung schwierig und ermüdend macht — empfohlen, so der Verfasser, nur denen, die dem Genre ohnehin treu sind. Ein deutschsprachiger Kommentar von 2020 widerspricht denen, die die Oberfläche loben: Für diese Person sind die Befehle völlig unverständlich, und es fehlen eine bessere Einführung, ein Tutorial und eine deutsche Übersetzung. Du bist es, der vor einem Bildschirm voller englischem Text sitzt, ohne zu wissen, welcher Befehl zum nächsten Zug führt.

Für einen anderen Teil der Unzufriedenen ist das Problem nicht einmal eine Frage der Regeln: Es ist die Installation, die hakt. Eine Rezension von 2024 berichtet, allen Anweisungen gefolgt zu sein, ohne das Spiel auch nur öffnen zu können. Eine andere, schon 2014 veröffentlicht, fällt härter aus: Sie spricht von einem Spiel, das nicht richtig läuft, und von einem GOG-Support, der eine Rückerstattungsanfrage nicht bearbeiten kann.

Genau das Fehlen einer Anleitung, das die Veteranen als Teil der Herausforderung begreifen, ist für alle, die ohne Geduld oder fließendes Englisch ankommen, die Tür, die sich nicht öffnet.

Für alle, die sich trauen, es allein zu entschlüsseln — oder gemeinsam

Du wirst es nicht leicht bekommen, und das ist kein Fehler, den man beheben müsste: Es ist der Pakt, den Doomdark's Revenge seit dem ersten Feldzug anbietet. Wenn du gern eine Hypothese aufstellst, sie prüfst und korrigierst, ohne dass ein Tutorial jeden Schritt vorgibt, wirst du hier Befriedigung finden — noch besser, wenn du dir die Figuren mit jemandem im Haus teilst, wie das Spiel es selbst vorschlägt. Aber wenn du erwartest, die Installation zu öffnen und den Befehl gleich beim ersten Versuch zu verstehen, oder wenn du auf Anleitungen auf Deutsch angewiesen bist, stößt du genau auf die Barriere, die die härtesten Rezensionen beschreiben — und du gibst höchstwahrscheinlich vor der ersten Schlacht auf.