
Cats Hidden in Paris: ein Early Access, der sich seit 2023 nicht bewegt
Ohne Frist: Es bleibt im Katalog, bis der Shop es entfernt.
Bei GOG holen ↗Geholt wird es in deinem eigenen Shop-Konto; Clairo holt es nicht für dich.
Die Verfügbarkeit kann je nach Region unterschiedlich sein.
Die 100 Pariser Katzen zu finden, füllt einen einzigen Bildschirm und eine Melodie in Endlosschleife; der Rest der Reihe wird separat verkauft, und wer 2025 einstieg, fand dasselbe Spiel wie zum Start.
Ein Pariser Bild, 100 Katzen und ein Etikett, das sich nicht rührt
Die Produktseite bei GOG trägt noch immer das Early-Access-Siegel — und das für ein Spiel, das am 20. Dezember 2023 erschien und nie eine zweite Szene bekam. Mehr als diesen einen Bildschirm gibt es nicht: ein von Hand gezeichnetes Paris, in dessen Strichen 100 Katzen stecken. Man steigt ein, führt den Cursor, und jede gefundene Katze wandert auf die Liste — mehr als diesen Klick verlangt das Spiel nicht.
Die Musik läuft in einer kurzen Schleife, für alle, die hängen bleiben, gibt es ein Hinweissystem, und das Bild verbirgt neben den Katzen noch weitere Geheimnisse — ein zusätzlicher Anreiz für jene, die gern jeden Winkel der Zeichnung absuchen. Das Studio Travellin Cats hat das Spiel entwickelt und vertreibt es auch selbst, und aus dem Modell machte es kein Geheimnis: Wer mehr Szenen dieser Art will, kauft den Rest der Reihe einzeln, Bildschirm für Bildschirm. Wer ähnliche Spiele kennt, bemerkte die Nähe zu größeren Reihen rund um versteckte Katzen und fand dieses hier daneben eher mager.

Wer nur ein paar Minuten totschlagen wollte, ging zufrieden
So fiel das Fazit dessen aus, der am 22. Dezember 2023 schrieb, wenige Tage nach dem Start. Die Suche dauerte rund 20 Minuten — gute Zeit für jemanden, der nur Ablenkung suchte. Am Ende landeten 96 der 100 Katzen auf der Liste, und es blieb festgehalten, dass sich die kleinsten besonders gut verstecken. Jemand anderes sprach am 29. Dezember 2023 ebenfalls eine Empfehlung aus. Für sie passte die ganze Szene in ein Fenster zwischen 20 und 30 Minuten, mit den Geheimnissen jenseits der Katzen als hübschem Extra. Ihr Einwand galt dem Rest der Reihe: Jede neue Szene erscheint als eigener Titel oder kostenpflichtiger Zusatz, und neben größeren Reihen derselben Machart geriet ihr das Paket zu schmal.
Setzt die Kopfhörer auf und lasst die Melodie sich wiederholen: Man verliert leicht das Gefühl für die Zeit, fast wie jener, der sich am 27. Juli 2024 bloß langweilte und so hängen blieb, dass er auch noch die Herausforderung gegen die Uhr und die versteckten Vögel abschloss. Nicht jedes Erlebnis dort ist eine Frage des Zeitnehmens. Am 27. Juni 2024 überließ jemand die Tastatur der eigenen Katze, nachdem er die Stufe beendet hatte, und schwor, das Tier habe zwischen dem Schnurren seinen Segen gegeben. Auf der anderen Seite der Welt lobte am 16. September 2024 ein Spieler über den Galaxy-Client den Ton, den jeder Erfolg auslöst, und beschrieb, wie angenehm es war, die Meldungen beim Klicken auflaufen zu hören.
Das wohlwollendste Urteil, veröffentlicht am 8. November 2024, verfehlte die Höchstwertung nur um Haaresbreite. Es fehlte wenig: Dass sich der Bildschirm zur Seite ziehen lässt, ist nicht offensichtlich — dabei braucht man diese Geste, um alle zu finden —, und das Spiel kehrt nach dem Ende nicht von selbst ins Menü zurück; man muss es von Hand schließen.
Das Early-Access-Etikett erklärt, warum niemand den Zähler schließt
Man stelle sich vor, man beendet den letzten Bildschirm, und das Spiel gibt das Fenster nicht frei. Genau das widerfuhr dem, der am 6. März 2024 schrieb: Ich muss es über den Windows-Task-Manager beenden, weil das Spiel selbst nicht ins Menü zurückkehrte. Dieselbe Person bemerkte, dass sich das Bild ziehen, aber nicht mit dem Mausrad scrollen lässt, und dass die übrigen Spiele desselben Schubs aus dem Studio denselben Fehler wiederholen — mit Ausnahme von Maple Hollow, das sich bloß aufhängte und auf den Desktop abstürzte. Das Ergebnis: Er deinstallierte die ganze Sammlung.
Später, am 1. Oktober 2025, folgte eine zweite Kritik, die dasselbe mit anderen Worten sagte: nur ein Bild, nur eine Stufe. Sie sprach keine Empfehlung aus und legte nahe, dass es lohnender sei, nach fertigen Malvorlagen zum Ausdrucken zu suchen, als das Spiel zu installieren. Beide Klagen, in verschiedenen Jahren geschrieben, zeigen an dieselbe Stelle: Das Early-Access-Etikett ist kein Versehen im Eintrag, sondern die wahrscheinlichste Erklärung für eine Szene, die nie gewachsen ist.
Für eine Pause, nicht für einen ganzen Nachmittag
Es ist die Sorte Spiel, die in eine Pause passt: Man öffnet es, löst die Szene und schließt es — oder versucht es zumindest. Es taugt für alle, die ein paar freie Minuten haben und etwas Hübsches vor Augen wollen, ganz ohne Verpflichtung, zum Spielen mit Kopfhörern, während die Melodie läuft, oder um jemandem eine Freude zu machen, der das Genre mag — so wie jener, der es gleich nach dem Erscheinen für eine andere Person besorgte.
Nichts ist es für alle, die Ausdauer suchen: Die ganze Reihe steckt in losen, einzeln verkauften Szenen, und wer diese hier beendet, stößt an dieselbe Wand wie immer — noch ein kostenpflichtiger Bildschirm oder nichts. Ebenso wenig taugt es für alle, die kein störrisches Programm ertragen, denn das Spiel beendet sich am Ende nicht von selbst, und dass man es von Hand schließen muss, ist das Detail, das der Laden verschweigt. Es ist ein Spiel, das man morgens öffnet und nachmittags vergisst — wer mehr als eine Szene will, muss den Laden verlassen und sich den Rest anderswo besorgen.