
Bloody Hell: die Jagd auf Satan, die der Shop noch immer unfertig nennt
Ohne Frist: Es bleibt im Katalog, bis der Shop es entfernt.
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Die Verfügbarkeit kann je nach Region unterschiedlich sein.
Drei niederländische Studenten haben einen Engel mit einem schießenden Heiligenschein, einer wachsenden Karte und einem Endgegner ausgestattet, der selbst Fans des Genres ausbremst.
Ein Engel, ein Heiligenschein und eine Hölle, die nie fertig gebaut wurde
Die Shop-Seite sagt, Bloody Hell sei am 16. Mai 2023 erschienen. Dieselbe Seite sagt auch, das Spiel gelte weiterhin als Early Access. Beide Angaben stehen nebeneinander, ohne sich zu erklären: ein Projekt, das vor langer Zeit veröffentlicht wurde und noch immer als unfertiges Werk gekennzeichnet ist. Du schlüpfst in die Federn von Az, einem Engel, der mit einem heiligen Auftrag in die Hölle geschickt wird — Satan zu töten. Die Waffe ist der Heiligenschein selbst, der schießt; die Bewegung stammt aus einem Sprint, der sich zu einem zweiten verketten lässt, und aus einem Enterhaken, der sich an Oberflächen festkrallt, um ganze Räume zu durchqueren.
Die Wände rot zu färben ist das Kernverb des Spiels: 20 verschiedene Gegner und 5 dämonische Bosse liegen auf dem Weg zu Satan. Die Karte der Hölle entfaltet sich in miteinander verbundene Bereiche, und ein Teil der Reise spielt sich in einem Grubenwagen ab, der diese Welt von einem Ende zum anderen durchschneidet. In den verstecktesten Winkeln hausen seltsame Vögel, die das Spiel selbst als seltene Kreatur vorstellt, und eine Nebenaufgabe schickt dich los, um verlorene Küken dort unten zu retten. Gefundene oder gekaufte Gegenstände lassen sich in einem Inventarsystem kombinieren, das neue Wege eröffnet, und die Handlung hält Enthüllungen über das Verhältnis von Himmel und Hölle zurück, die die offizielle Zusammenfassung nicht vollständig preisgibt.
Es ist das Werk dreier niederländischer Studenten unter dem Namen Pun Intended, die auch den Vertrieb selbst übernehmen — ohne fremden Publisher. In der Shop-Beschreibung selbst lädt das Studio die Spielenden ein, einem Discord-Kanal beizutreten, um Eindrücke auszutauschen, und verlangt nichts dafür, das Ergebnis zu installieren.

Der Heiligenschein überzeugt; der Endgegner kennt keine Gnade
Wer am 21. Mai 2023 schrieb, wenige Tage nach dem Erscheinen, fasst bereits den Ton zusammen, der später immer wiederkehrt: gute Action, lockerer Humor, ein interessantes Verbesserungssystem — mit dem Vorbehalt, dass noch der Feinschliff fehlt, was bei einem Spiel von drei Studenten naheliegt. Dieselbe Person gibt einen Tipp für alle, die an den Bossen verzweifeln: nach einem Treffer folgen ein paar Sekunden Unverwundbarkeit, und in dieser Lücke lässt sich die verlorene Lebensenergie zurückholen — dieselbe Lücke, die du brauchen wirst, wenn du an ebendiesem Boss hängen bleibst. Am 14. Juni desselben Jahres vergleicht ein anderer Text die Stimmung mit Hollow Knight, lobt den respektlosen Humor und bringt den Fund auf die Formel: wenig zu verlieren, viel zu gewinnen.
Am 16. Juni 2023 schlägt der Text auf Französisch einen anderen Ton an: Er lobt das Tempo, durchgehend gut dosiert, isoliert aber eine Ausnahme — den Endgegner, zu schwer selbst für jemanden, der sich als wenig genrebegeistert bezeichnet. Er fügt hinzu, nach dem, was die Abschlusszahlen des Shops zeigten, sei er nicht der Einzige gewesen, der dort aufgab. Im Mai 2024 wiederholt der härteste Text der Gruppe die Klage aus einem anderen Blickwinkel: Das Spiel erinnert an die Titel mit bei jedem Versuch neu gemischten Ebenen, aber ohne die übliche Schwierigkeit des Stils, was es kurz geraten lässt; die einzige Waffe ermüdet an manchen Stellen, die Wesen mit Menschengesicht geben ohne Erklärung Rätsel auf, und Soundtrack und Handlung landen am Tellerrand — trotzdem bleibt die Erfahrung unterhaltsam und frei von Frust.
Die Texte von 2025 runden das Bild ab: Im Januar beschreibt eine Person, wie Az sich durch Korridore hinter Handlangern und Bossen schnetzelt, bemängelt, dass das Fortschrittssystem der Waffen direkter sein könnte, sagt aber, sie habe sich die meiste Zeit amüsiert, selbst wenn sie denselben Weg zurückging, um einen vergessenen Gegenstand aufzusammeln. Im August findet, wer Top-down-Shooter in der Art von Smash TV oder Binding of Isaac mag, vertrautes Terrain — eine Flut von Projektilen, Schwierigkeit im richtigen Maß — und fasst die Wirkung in einem Wort zusammen: macht süchtig. Zwischen November und Dezember 2024 bestätigen kürzere Texte, einer auf Englisch und einer auf Spanisch, dasselbe Urteil mit weniger Zeilen: kam gut an, war die Zeit wert, würden sie wieder spielen. Der allgemeine Maßstab neigt zum Lob, aber ganz einig ist man sich nicht — und wer klagt, klagt immer über denselben Punkt: den letzten Raum, nicht den Rest des Hauses.
Für wen sich dieser Nachmittag in der Hölle lohnt
Bloody Hell ist etwas für alle, die ohne Umschweife einsteigen, über die Prämisse eines Engels auf Satansjagd lachen und zufrieden wieder herausgehen wollen, ohne des Spiels selbst überdrüssig zu werden: Du wirst merken, dass selbst die Klagen von Wiederholung handeln, nicht von der Länge. Es ist auch etwas für alle, die gern ununterbrochen zielen und schießen, nach dem Muster von Smash TV oder Binding of Isaac, und denen es nichts ausmacht, dieselbe Waffe von Anfang bis Ende zu tragen.
Nichts ist es für alle, die einen Soundtrack und ein Drehbuch zum Nachhallen suchen — beides bleibt außen vor, so das Urteil derer, die das Spiel bereits beendet haben. Und wer bei einer plötzlichen Schwierigkeitsspitze schnell den Faden verliert, tut gut daran zu wissen, wo die Latte steigt: Nicht die ganze Hölle macht Angst, sondern der letzte Raum.