
Ascendant: das Early-Access-Etikett, das GOG nie entfernt hat
Ohne Frist: Es bleibt im Katalog, bis der Shop es entfernt.
Bei GOG holen ↗Geholt wird es in deinem eigenen Shop-Konto; Clairo holt es nicht für dich.
Die Verfügbarkeit kann je nach Region unterschiedlich sein.
Eine Rezension vom Erscheinungstag beklagte schon denselben Mangel, den eine aktuelle noch immer anspricht: Die Tastatur hat nie gelernt zu gehorchen.
Ein Halbgott gegen das Heer der Rivalen
Du schlüpfst in die Haut eines Halbgotts, der in die Ebene einbricht, die von Rivalen beherrscht wird, die entschlossen sind, dich auszulöschen. Bei jedem Lauf wird die Kulisse neu ausgewürfelt, und jeder Tod ist endgültig: Die bis dahin erkämpften Segen, Waffen und Zauber verschwinden mitsamt dem Körper. Einen sanften Neustart gibt es nicht — das Dossier beschreibt Heilung als etwas Seltenes, und die Heere, die jede Ebene bewachen, gönnen keine Atempause.
Der Kampf verbindet Schlagfolgen am Boden und in der Luft mit Zaubersalven auf Distanz, und das Ausweichen im richtigen Moment entscheidet das Duell mehr als rohe Gewalt. GOG führt das Spiel als Action und Abenteuer, entwickelt und vertrieben von Hapa Games selbst — und obwohl der Start auf den 13. Mai 2014 datiert ist, weist die Shop-Seite den Titel noch immer als Early Access aus.

Der Vergleich, auf den die Spieler von allein kommen
Zwei Leute, die in den ersten Jahren nach dem Start gespielt haben, kommen unabhängig voneinander auf denselben Vergleich: Ascendant erinnert an Binding of Isaac, nur mit Hieb und Zauber statt mit Bomben ausgetragen. Die Formel wiederholt sich — Räume zum Leerräumen, am Ende jedes Abschnitts ein Boss, Gegenstände, die Macht anhäufen, bis der Lauf vorbei ist — und mancher nennt das Ergebnis süchtig machend, auch wenn er einräumt, wie schwer das Vorankommen fällt. Man erkennt von Raum zu Raum dasselbe Gerüst und kehrt trotzdem zurück, weil jeder Lauf einen neuen Zauber oder einen Segen verspricht, der den nächsten Kampf verändert. Die jüngste Rezension im Dossier, veröffentlicht am 13. September 2025, beschreibt das Spiel noch immer als besser, als sie es von etwas Kostenlosem erwartet hätte — das Gegenteil dessen, was das Early-Access-Etikett nahelegt.
Doch selbst wer es empfiehlt, stößt auf dasselbe Hindernis: Die Tastatur lässt keine vollständige Neubelegung zu. Wer am Erscheinungstag schrieb, mit etwa zwei Stunden auf der Uhr, beklagte sich schon damals, die Befehle nicht umlegen zu können — was sogar das Spielen auf dem Laptop im Zug unmöglich machte. Eine Rezension vom 29. November 2022 wiederholt die Klage: Auf der Tastatur behindern die Tasten die Bewegung, und erst der Xbox-Controller schaffte wirklich Abhilfe.
Derselbe Raum, neu ausgelost
Wer keinen Gefallen daran fand, verweist auf das Gegenteil dessen, was die Fans feiern: Die zufällig erzeugten Räume seien inhaltlich identisch und wechselten nur die Position. Man verlässt einen Raum, betritt den nächsten und erkennt den Grundriss wieder — dieselbe Geometrie, die Monster an denselben Stellen, nur die Ausrichtung dreht sich. Eine Person berichtet, noch im Tutorial aufgegeben zu haben, etwa fünf Minuten nach dem Öffnen des Spiels, weil ihr Sprung und Ausweichen zugleich nicht gelangen. Eine andere schloss das Spiel, sobald das erste große Monster auftauchte, gestört von der ruckeligen Animation und der Auflösung, die nicht auf den Bildschirm passte.
Die härteste Kritik nennt die Struktur eine leere Bestrafung: Sterben kostet fast alles Erkämpfte, und das Wenige, was bleibt, hängt davon ab, Korridor um Korridor desselben Raums zu bestehen, nur um an die lohnenden Gegenstände zu gelangen. Doch selbst diese Rezension räumt eine Ausnahme ein — die Bosse hätten, so der Text, eine interessante Mechanik — und schließt mit dem Vorschlag, eine vollständige Neufassung würde das Problem lösen. Die Klage ist kein Mangel an Ideen: Es ist eine Umsetzung, die nicht gereift ist, selbst nach so langer Zeit auf dem Markt.
Für alle, die bereit sind, alles wieder zu verlieren – und für alle, die es nicht sind
Ascendant ist etwas für alle, die gern das Muster eines Bosses auswendig lernen und denen es nichts ausmacht, bei jedem Tod wieder bei null anzufangen — auf diesem Kreislauf ruhen die begeistertsten Rezensionen, vom Start bis zur jüngsten im Dossier. Nichts ist es für alle, die neu belegbare Steuerung oder einen Fortschritt brauchen, der den Tod überdauert: Genau dort treffen sich Lob und Kritik, selbst nach so langer Zeit im Shop. Wer im Tutorial hängen bleibt, kehrt selten zurück — und das Dossier zeigt, dass das sowohl kurz nach dem Start als auch Jahre später geschieht. Das Spiel verspricht bei jedem Lauf eine neue Welt; wer aufgibt, sagt, es sei immer derselbe Raum, neu ausgelost.