The Beautiful Island: die Seite spielen, die den Krieg verloren hat
Ohne Frist: Es bleibt im Katalog, bis der Shop es entfernt.
Bei Steam holen ↗Geholt wird es in deinem eigenen Shop-Konto; Clairo holt es nicht für dich.
Die Verfügbarkeit kann je nach Region unterschiedlich sein.
Dieselbe Landschaft, die eine Person zur Empfehlung bewegt, ist für die nächste der Beweis: Hier hat eine Maschine gearbeitet, kein Studio.
Zwei Inseln, ein Krieg
Auf einer Insel, die Taiwan gleicht, ist der Krieg schon vorbei, wenn die Geschichte beginnt – aber nicht für alle auf dieselbe Weise. Spielen lässt sich die Seite, die verlor und vom Nachbarn annektiert wurde, oder die Seite, die sich behauptete und weiter für sich selbst steht. An Land geht Jan, ein Ingenieur, der zurückkehrt, um Menschen von einem früheren Besuch wiederzusehen, und der erfährt, wie der Krieg verändert hat, was jeder von ihnen über den Nachbarn denkt.
Die Wahl endet nicht bei der Kriegspartei: Man entscheidet, neutral zu bleiben oder sich einzumischen und zu helfen, und davon hängt ab, wem Jan unterwegs begegnet und wozu diese Menschen sich zu bekennen wagen. Je nach Entscheidung endet das Spiel unterschiedlich, mal besser, mal schlechter – doch das Studio selbst warnt in der Beschreibung der Geschichte: Ein Krieg hat kein gutes Ende.
Verantwortlich für das Spiel sind TBF und Ma Ke, erschienen ist es am 27. Februar 2025 – ein Datum mit mehr Geschichte, als man ihm ansieht, denn der Monat nach dem Erscheinen ging für Reparaturen drauf.
Der Monat, in dem das Studio vor allem um Entschuldigung bat
Nach dem Start wurde die Pinnwand des Studios zum Korrekturheft. Der Erfolg, für den man die Meinung jeder Figur einsammeln soll, sprang bei vielen nicht an: Der Satz von Harry fehlte und erschien später von allein, nachdem das Spiel neu gestartet worden war; der von Charlie hing daran, in einem der Schauplätze der Geschichte sein Haus zu besuchen, weil ein Fehler die Aufzeichnung seiner Aussage verhinderte. Eine Mitteilung folgte auf die nächste, immer nur zu diesem einen Problem, und jede endete mit einer Entschuldigung.
Mitten in diesen Reparaturen bekam das Spiel eine Übersetzung ins Taiwanische – die Sprache des Volkes, das die Insel der Geschichte inspiriert – und später eine ins Japanische, zusammen mit dem damals gegebenen Versprechen einer Sprachausgabe für Prolog und Epilog.
Die Aussicht überzeugt, mit Einschränkung
Wer die Insel am 30. Juni 2026 besucht hat, lobt zuerst die Kulisse: liebevoll gestaltete Orte, eine Handlung voller Rätsel und die Neugier, welches Geheimnis als Nächstes kommt. In 2 Stunden Spielzeit zeigte sich auch die andere Seite – ein schleppender Anfang, technische Hänger, niemand, mit dem sich das Erlebnis teilen ließe – und empfohlen wird das Spiel trotzdem, allen, die eine ruhige Atmosphäre ohne Gewalt suchen.
Am selben Tag sprach ein anderer Spieler nach nur 1 Stunde Spielzeit eine Empfehlung aus – wenig Zeit für ein Urteil, aber genug, um sie mit einem geborgten Gedanken zu begründen: Krieg sei eine Falle alter, verbitterter Leute, die die Jungen zum Töten schicken. Es ist dieselbe schöne Oberfläche, die ein anderer Spieler später für künstlich erklären sollte.
Das Bild, das nicht überzeugt hat
Am 19. Juli 2026 lehnte ein Spieler das Spiel wegen der Bilder ab, ohne überhaupt zum Spielen gekommen zu sein. Festgehalten sind 0 Stunden Spielzeit. Figuren, deren Gesicht und Strich von einer Szene zur nächsten wechseln, manche kaum noch als Menschen erkennbar, und ein Misstrauen, das er auf die Seite im Shop selbst ausdehnt, die in seinen Augen voll vom gleichen Fehler ist, von der Sorte, die man nicht mehr übersehen kann, sobald sie einmal aufgefallen ist. Sein Verdacht: Alles dort, Bild und Text, stammt aus künstlicher Intelligenz und nicht aus einem echten Studio.
Auch der politische Ton der Geschichte stört ihn, danach hatte er nicht gesucht. Der eigentliche Grund bleibt aber die Kunst: Derselbe Bildschirm, der einem anderen Spieler ein Lob abrang, war für ihn der Beweis eines Betrugs – die schöne Insel wurde zum Anlass für Misstrauen statt für Staunen.
Wer den zähen Anfang übersteht, und wer am Bild aufgibt
Geeignet ist es für alle, die einen langsamen Anfang in Kauf nehmen für eine Geschichte über ganz normale Menschen, die von den Entscheidungen eines längst beendeten Krieges getroffen werden – kein Kampf, nur Gespräch, Entscheidung und Wiedersehen. Geeignet ist es auch für Einzelspieler: Es gibt keinen Mitspieler zu rufen, und das ändert sich im ganzen Spiel nicht.
Nichts für alle, die ein Spiel nach dem ersten Bild beurteilen. Wirkt die Kunst auf dem eigenen Bildschirm seltsam, dann wirkt sie in der letzten Szene genauso seltsam wie in der ersten, denn das ist kein vorübergehender Effekt – das ist der Stil des ganzen Spiels. Dieselbe Aussicht, die eine Person ein sorgfältiges Porträt nennt, nennt die nächste eine Maschine, die das Zeichnen nur vortäuscht, und die Entscheidung für die Installation hängt daran, welches der beiden Augenpaare das eigene ist.