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Scary Buddies: Ein Herrenhaus voller Verdächtiger – und niemand da, der verdächtigen könnte

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Die Mörderjagd in der Gruppe, mit der Brille für virtuelle Realität auf dem Kopf, überzeugt schon nach einer einzigen Partie; das eigentliche Hindernis ist, genug Mitspieler an den Tisch zu bekommen.

Zwischen 3 und 15 Freunden ist einer nicht der, für den er sich ausgibt

Scary Buddies versammelt zwischen 3 und 15 Personen in einem Herrenhaus voller Familiengeheimnisse, an einem Wochenende, das eigentlich ruhig unter Freunden verlaufen sollte. Einer der Gäste hat entschieden, dass die Freundschaft weniger wert war, als du gedacht hast – und es kann jeder sein, du selbst eingeschlossen.

Die Mechanik verteilt Rollen: Mörder, Polizisten und Unschuldige. Unschuldige und Polizisten sammeln im Haus Hinweise, um an eine Waffe zu kommen oder den Mörder zu entlarven; die Mörder gehen den umgekehrten Weg, schalten alle anderen aus und hoffen, nicht als Erste erkannt zu werden. Wer die Sitzung eröffnet, kann die Regeln der Partie anpassen, und das Haus hält Geheimgänge bereit, die sich erkunden lassen, während der Verdacht wächst.

Hexware Studio hat das Spiel am 8. Juli 2022 veröffentlicht, von Anfang an für die virtuelle Realität gedacht: Es läuft unter SteamVR und Oculus, eine Version außerhalb der Brille gibt es nicht.

Einmal gespielt, und man will wieder – wenn sich jemand findet

Scary Buddies ist klein und wird selten gespielt, und wer das Herrenhaus einmal betreten hat, spricht hinterher in der Regel gut davon. Ein Eintrag über gerade eine Stunde Spielzeit vom 17. November 2025 fasst zusammen, was die Mischung aus Humor und Schrecken trotz der karikaturhaften Optik hinbekommt: gut gesetzte Schreckmomente, Soundeffekte, die Spannung aufbauen, furchterregende Figuren, die trotzdem sympathisch wirken – der einzige Einwand ist, dass einige Rätsel im Haus mehr Geduld verlangen, als sie sollten.

Das Lob wiederholt sich, immer mit demselben Vorbehalt. Wer das Herrenhaus am 23. Juli 2022 auf mehreren verschiedenen VR-Systemen ausprobiert hat, beschreibt alles als funktionierend – Bild stimmt, Ton stimmt, Steuerung stimmt – und bringt das eigentliche Problem in einem Satz unter: Es fehlen die Leute zum Mitspielen. Eine Gruppe, die sich kurz darauf zu einer knapp eineinhalbstündigen Sitzung zusammenfand, bestätigt den Rest: Der Verbindungsabbruch unterbrach die Runde für alle gleichzeitig, und das mehr als einmal, doch der Wiedereinstieg ging schnell genug, dass die Party daran nicht zerbrach.

Ein Spieler, der im selben Monat fünf Freunde zusammengetrommelt hat, um den Modus zu testen, hält die Idee, diese Art Mordparty in die VR zu holen, für gut – nur eben für unfertig: Die Waffe lässt sich selbst beim dritten Versuch kaum greifen, die verfügbare Karte hat interessante Geheimgänge, aber auch eine Ecke, in der man sich einfach versteckt und die Runde abwartet, und keiner der fünf bekam das Einstellungsmenü auf. Empfohlen wird die Erfahrung trotzdem, wegen der Stunde Spaß, die sie liefert.

14 mochten esMostly Positive6 nicht

Die Autopsie nach vier Stunden Spielzeit: ein Spiel, das keine Leute zusammenbringt

Die häufigste Beschwerde ist auch die einfachste: Das Spiel friert genau dann ein, wenn man endlich alle zusammenhat. Eine Sitzung vom 28. Juli 2022 hängte sich bei der spielenden Person wie bei ihren Freunden auf, und zwar so sehr, dass sie über den Task-Manager des Systems beendet werden musste – aus der VR-Brille heraus war nicht einmal der Desktop erreichbar. Wenige Tage zuvor scheiterte eine andere Gruppe beim Starten an derselben Stelle und beklagt, dass nach der eingefrorenen Sitzung andere VR-Spiele, die vorher einwandfrei liefen, dieselben Fehler zeigten.

Ein Bericht vom 4. September 2022 schildert einen Raum, in dem die anderen Spieler nicht auftauchen – das Spiel wirkt gut, nur sieht niemand, wer mit dabei ist. Im Januar 2025 trommelte eine weitere Gruppe fünf VR-Freunde zusammen und stellte fest, dass die Partie einfach nicht startete: kein Ertrag für einen geplanten Abend.

Der ausführlichste Text, von jemandem, der am 23. April 2025 vier Stunden gespielt hat, behandelt den Fall als Autopsie eines gestorbenen Mehrspielerspiels: Er stellt den Ansatz neben die Spiele der sozialen Deduktion – Werwolf und Ähnliches – und beschreibt die Kulisse des Herrenhauses als Zusammenbau fertig eingekaufter Standardgrafiken, die Charaktermodelle als amateurhaft. Das Fazit fällt eindeutig aus: Ohne genug gleichzeitig verbundene Leute lässt sich das Spiel nicht so spielen, wie es entworfen wurde, denn sein Existenzgrund ist, dass auf der anderen Seite des Bildschirms jemand entscheidet, ob er lügt oder nicht.

Unter denen, die trotz Frust dabeiblieben, gelang es laut einem Bericht vom 23. November 2022 nicht einmal, die Waffe in der Hand zu behalten; im Schaden, den das Spiel bei anderen VR-Titeln auf demselben Rechner anrichtet, sieht der Text einen Grund, dem Studio zu misstrauen, solange das Problem nicht behoben ist.

Der öffentliche Hinweis des Studios aus dieser Zeit, vom 18. Juli 2022, versprach eine stabilere Verbindung und einen verbesserten Umgebungschat. Einen Tag später und auch an den Tagen danach waren die Hänger weiter der am häufigsten genannte Grund zum Aufgeben. Die Autopsie geht hart mit der Umsetzung um, zeigt aber in dieselbe Richtung wie das Lob: Die Idee hält, es fehlen nur die Leute, die sie auf die Probe stellen.

Für die, die schon mit Leuten kommen – und nur für die

Scary Buddies taugt für die, die schon mit Leuten kommen: eine Gruppe Freunde mit VR-Brille, bereit, gelegentliche Hänger hinzunehmen und die eigene Sitzung selbst aufzusetzen, denn hinter der Tür des Herrenhauses wartet keine öffentliche Warteschlange. Wer vorhat, an einem beliebigen Abend allein hineinzugehen und eine fertige Partie zu suchen, bei dem klopft auch der Abbruchgrund an, der in den Berichten am häufigsten auftaucht: ankommen und niemanden finden. Das Haus mit den Familiengeheimnissen steht unversehrt weiter da und wartet auf eine Gruppe, die bereit ist, ihr eigenes Rätsel zu organisieren – denn ohne sie geht die Tür gar nicht auf.