Benachrichtigt mich

In Miners Settlement loben manche ein Spiel, das sie nie starten konnten

STEAM
DAUERHAFT GRATIS BEI STEAM

Ohne Frist: Es bleibt im Katalog, bis der Shop es entfernt.

Bei Steam holen ↗

Geholt wird es in deinem eigenen Shop-Konto; Clairo holt es nicht für dich.

Die Verfügbarkeit kann je nach Region unterschiedlich sein.

Gilden, Drachen und ein Markt, der allen offensteht – die größte Hürde liegt nicht im Dungeon, sondern im Vertrauen zu einem Spiel, das all das verspricht.

Gelobt von jemandem, der nie hineinkam

Noch ein Versuch. Und noch einer. Festplatte gewechselt, das Spiel auf drei verschiedenen Platten neu installiert, den Account neu angelegt – und immer derselbe Bildschirm, der einen Neustart verlangt und sich dann wieder aufhängt. Die Suche in den Foren brachte niemanden zutage, der an derselben Stelle feststeckt. Trotzdem schloss die Bewertung mit dem Urteil, das Spiel sei sehr gut – ein Lob von jemandem, der zusammengerechnet keine Stunde Spielzeit geschafft hat. Man setze den eigenen Namen an diese Stelle, an einem beliebigen Abend nach der Arbeit, in der Hoffnung, dass der Bildschirm diesmal durchhält: Die Szene passt mühelos.

Was solche Treue trägt, steckt in allem, was um das Spiel herum liegt: Elfenwälder, Zwergenruinen und eine Pixelgrafik, gebaut für Gilden, die sich zusammentun, um Drachen zu erlegen oder ganze Dungeons auszuräumen. Zwischen zwei Aufrufen lässt sich auf dem Offenen Markt handeln, ein Feld bewirtschaften oder einfach fischen – dieselbe Welt, die taktischen Kampf verlangt, hält auch eine stille Ecke bereit, in der man sich davon erholt.

Doch dasselbe Paket, das Gesellschaft verspricht, bringt Käufe im Spiel selbst mit, ausgewiesen auf der Produktseite im Shop. Die Eingangstür, die sich für einen Spieler nicht öffnete, ist nur der erste Riss in einer Abmachung, die ohnehin doppeltes Vertrauen verlangt.

Der Patch, der das Endgame zerlegte – und die Erklärung danach

Mit einem Update aus der Mitte des Jahres 2026 baute Funventure P.S.A in einem Zug die Oberfläche, den Gegenstandsfluss, das Ausrüstungsinventar, die Quests und die Gildenaufgaben um. Man stelle sich vor, das Spiel nach Monaten des Sammelns guter Ausrüstung zu starten und den Bildschirm ohne Vorwarnung einfrieren zu sehen: Genau das traf fortgeschrittene Spieler mit großen Lagern, erwischt von einem Speicherleck, das das Team selbst später als kritisch für alle bezeichnete, die im Spiel schon weit gekommen waren.

Es folgten Wochen des Flickens, und erst danach bestätigte das Team im Update 7.5.0, dass das Spiel wieder ohne Stocken startet und dass das Speicherleck für die Betroffenen behoben ist. Die Mitteilung endete mit einem Dank an die Geduld derer, die geblieben waren – eine seltene Anerkennung aus einem kleinen Studio, das das Problem lieber erklärte, als es in einem allgemeinen Hinweis zu begraben.

Der Rest der Pinnwand zeigt eine Entwicklung, die nach dem Schreck weiterlief: ein neuer Fähigkeitenbaum für die Figur, Expeditionen und, als Neuestes, ein dringender Fix für einen Fehler in der Prüfung von Käufen im Spiel. Dazwischen kündigt ein eher erzählerischer Text das Erwachen eines alten Königreichs unter der Spielwelt an: Flaro jagt entflohene Kreaturen, um Energieadern wiederherzustellen und schlafende Wächter zu wecken. Dasselbe Studio erzählt zwei Geschichten gleichzeitig: die von jenen, die ihr eigenes Spiel zerbrochen haben und es noch einmal versuchten, und die einer Fantasiewelt, die noch im Bau ist.

Wer es empfiehlt, zählt die fehlenden Flicken gleich mit auf

Niemand in dieser Gruppe gibt den blinden Fan. Wer 339 Stunden im Spiel hat, empfiehlt es, sagt aber, die Erfahrung würde deutlich gewinnen, wenn das Team stärker auf die Spielenden hörte. Wer auf 110 Stunden kommt, beschreibt ein Spiel mit großem Potenzial und keinem einzigen gefundenen Bug und wünscht sich bloß besser abgestimmte Tastenbelegungen – und weist ohne Umschweife darauf hin, dass der Titel auf Käufen im Spiel aufgebaut ist.

Man versetze sich in die Lage dessen, der das Spiel mit nur 1 Stunde Übung verteidigt: Die Gewissheit stand schon fest, ehe genug Spielzeit sie stützen konnte. Dieser Spieler schreibt einen Teil der Reibung der Ungeduld des Publikums zu und schlägt vor, jeder solle mit den eigenen Händen urteilen, statt der Meinung anderer zu folgen. Am anderen Ende der Stundenskala hält jemand mit 25 Stunden derselben fremden Ungeduld entgegen, erinnert daran, dass das Spiel seine Ideen noch an den Spielenden ausprobiert, und hofft, dass die Events weitergehen.

Wer auf 17 Stunden kommt, zeigte sich überrascht, wie viel Strategie das automatische Vorankommen trotzdem fordert, und lobte die Optik: Dungeons voller Monster, in einer Pixelgrafik, die für diese Rezension wirklich schön geworden ist. Das kritischste Ende der Gruppe gehörte eigentlich nicht dazu: Mit 11 gespielten Stunden legt eine Bewertung dar, wie man durch das Plündern von Monstern und Quests am Wegesrand vorankommt, zeigt aber, dass der schnelle Weg kostet – und schließt damit, dass sie deshalb, samt unvollständiger Übersetzung und dem Gefühl eines unfertigen Spiels, eben doch nicht empfiehlt. Steam zählte diesen Text trotzdem als positive Empfehlung.

132 mochten esMixed173 nicht

Die Gegenstimme wiederholt ein Wort: Vertrauen

Wer sich hinsetzt und die versprochene Gilde, den versprochenen Dungeon und den versprochenen Drachen erwartet, erlebt die Enttäuschung, wenn sie kommt, nicht wegen eines einzelnen Bugs: Sie entsteht aus dem Gefühl, dass dort nichts fertig genug ist, um Vertrauen zu verdienen. Einzelne Klagen finden sich in den Daten derer, die nicht empfohlen haben, so gut wie keine: Festgehalten ist nur ein Urteil, mit 3 gespielten Stunden im Oktober 2026. Statt Mangel für Mangel aufzuzählen, bringt dieser Text das Problem in einem Schlag auf den Punkt: Die Welt verspricht mehr Gilde, mehr Dungeon und mehr Drachen, als die Umsetzung einlösen kann, und die Schwäche liegt nicht in der Idee – sie liegt darin, wie viel noch zu schleifen ist und wie viel noch zu beweisen, damit das Spiel Vertrauen verdient. Es ist dasselbe Wort, das schon in der Leistungskrise des Endgames und in der Bewertung über den bezahlten Weg auftauchte: Vertrauen ist der Faden, der die drei Klagen verbindet, auch wenn sie aus verschiedenen Quellen kommen – eher eine genaue Diagnose als der Frust von jemandem, der nur meckern wollte.

Für wen die Gilde den Versuch wert ist

Es passt zu Leuten, die gern zur selben Zeit online sind wie ihre Gilde, denselben Drachen in der Gruppe erlegen und danach auf dem Offenen Markt feilschen – Leute, die ihre Figur bereitwillig allein Rohstoffe sammeln lassen, während sie sich um etwas anderes kümmern, und die Käufe im Spiel als freiwillige Abkürzung behandeln und nicht als Zwang.

Es passt nicht zu denen, die sich einmal hinsetzen und das Spiel allein durchspielen wollen, ohne Flickwerk auf dem Weg: Zur jüngeren Geschichte des Spiels gehört ein Update, das das Endgame zerlegte und erst später repariert wurde, und Bewertungen, die es empfehlen und trotzdem vor einer holprigen Übersetzung und dem Vorteil für Zahlende warnen.

Das Dorf nimmt alle freundlich auf, die eine Baustelle aushalten. Wer starten, durchspielen und in derselben Sitzung ausschalten will, findet schon im ersten Drachen den Ausgang.