Der Zug, der mit jeder angehängten Waffe monströser wird
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Ein Studienprojekt aus dem Grundstudium schickt einen bewaffneten Zug fünfzehn Minuten lang in eine Welt, die lovecraftsche Kreaturen übernommen haben, und das Ergebnis trägt so viel Lob wie Klage derjenigen, die gespielt haben.
Ein gewöhnlicher Zug, der am Ende nicht mehr zu erkennen ist
In Love Train steuert man keine Spielfigur, sondern das, was der Zug frisst. Jeder Gegenstand, den man während eines Durchlaufs einsammelt, klebt am Chassis fest: ein Waffenrohr wächst aus dem Blech, ein Laserturm schiebt sich über das Dach, Fleisch verbindet sich mit Stahl. Genug, dass aus dem gewöhnlichen Fahrzeug etwas wird, das die Spielbeschreibung selbst unbegreiflich nennt. Das Ziel ist schnell gesagt und schwer erreicht: auf den Schienen bleiben und fünfzehn Minuten in einer Welt überleben, die die Monster längst verschlungen haben, und dabei in die Horden schießen, die den Kreis schließen, während der Zug nicht anhalten darf.
An den Stationen entlang der Strecke ist keine Wahl neutral: Jede Entscheidung fällt ins Gewicht bei dem, was der Zug mit sich trägt, und wer falsch wählt, wird selten verschont. Mit fortschreitender Spielzeit werden die Gegner stärker, und Bosse blockieren die Gleise, sodass die Taktik, die die ersten Minuten gelöst hat, die letzten nicht mehr löst. Der Rahmen ist grobe Pixeloptik wie aus einem alten Spielautomaten, die Struktur die des kurzen Durchlaufs, und jeder Versuch beginnt nach seinem Ende wieder bei null. Der Haken ist nicht der Stil, sondern die Verwandlung: ein gewöhnlicher Zug, der am Ende nicht mehr zu erkennen ist.
Aus einer Lehrveranstaltung wurde eine echte Veröffentlichung
Love Train entstand in einer Lehrveranstaltung: im Game Project Practicum des Fachbereichs Game Software der Hoseo-Universität, im Herbstsemester 2025, mit Joo-Young Lee an der Spitze des Teams. Am 9. Juli 2026 erschien es auf Steam, unter dem Label des Studios MadMole und mit Hoseo Game Software als Publisher.
Wer das Spiel seit der Veröffentlichung verfolgt, hat gesehen, wie das Team in kleinen Schritten liefert. Am 24. Juli 2026 teilte es mit, der eigene Zeitplan habe sich mit anderen Verpflichtungen überschnitten und ein großes Update lasse sich nicht so bald erwarten, versprach aber, die bereits erfassten Fehler weiter zu überarbeiten und den gewöhnlichen Zug immer weniger gewöhnlich zu machen. Am 12. September 2026 löste es einen Teil des Versprechens ein: Es fügte Unterstützung für die englische Sprache hinzu. Der Rest blieb liegen; das Team erzählte, es baue parallel ein weiteres Spiel, für eine Abschlussarbeit und für einen Wettbewerb, und bat um Geduld für die Zusatzinhalte, die es schon angekündigt hatte.
Lob für die Optik, Misstrauen gegenüber dem Zufall
Wer kurz nach der Veröffentlichung eingestiegen ist, lobte zuerst die Verarbeitung: Grafik, Bedienoberfläche und Soundeffekte wirken für eine Studienarbeit viel zu abgestimmt, so ein Spieler am 9. Juli 2026, ohne erfasste Spielzeit. Einem anderen, mit 2 Stunden auf dem Zähler am 26. August 2026, gefiel es, die Türme des Zuges selbst auszurichten, statt eine lose Spielfigur zu führen: Die Mechanik bekommt ein anderes Gesicht, wenn das, was man verteidigt, das Fahrzeug ist, das einen trägt, und der Schwierigkeitsgrad steigt mit. Je weiter der Durchlauf fortschreitet, desto mehr Gegner umschließen den Zugverband und desto mehr Bosse riegeln die Strecke ab.
Nach den ersten Minuten wiegt der Zufall schwerer als das Können, und es ist dieselbe Frage, die sich einem stellen würde, sobald ein Gegenstand die Laserwaffe auslost: annehmen oder ablehnen. Ein Spieler mit 1 Stunde Spielzeit fasst am 19. Juli 2026 die Warnung zusammen, die die Nachfolgenden ernst nehmen sollten: ablehnen, weil der Schaden so weit einbricht, dass er den ganzen Durchlauf ruiniert. Dieselbe Unberechenbarkeit brachte einen Spieler ohne erfasste Spielzeit am 9. Juli 2026 dazu, die Optik zu loben und eine automatische Zielhilfe zu fordern, denn fünfzehn Minuten am Stück die Maustaste zu halten, ermüdet eine Hand, die nicht mehr so jung ist. Manche empfahlen das Spiel, ohne es beendet zu haben: Am 10. Juli 2026 berichtete ein Spieler von drei Abstürzen in einer einzigen Sitzung und hat nie einen Durchlauf abgeschlossen, und die Empfehlung kam trotzdem, zusammen mit Aufmunterung für das Studierendenteam hinter dem Projekt. Am 18. Juli 2026, als der englische Text noch fehlte, sagte ein Spieler, es habe ihm gefallen, auch ohne die Fähigkeiten zu verstehen, die in einer anderen Sprache geschrieben waren: genau die Lücke, die die im September angekündigte Englisch-Unterstützung schließen sollte.
Derselbe Zufall, der andere aus der Bahn wirft
Wer Love Train nicht empfiehlt, stimmt mit den übrigen in einem Punkt überein: Optisch ist das Spiel rund. Danach hört die Übereinstimmung auf. Am 19. Juli 2026 veröffentlicht, am selben Tag, an dem ein anderer Spieler vor der zu vermeidenden Waffe warnte, beschreibt der Text einen Anfang, in dem die Gegner im Rudel anrücken, ohne Raum für eine Reaktion zu lassen, zu wenige Waffenvarianten, um darauf zu antworten, und feste Ereignisse an den Stationen, die kein echtes Gefühl von Fortschritt geben. Das Spiel stürzt ohne Vorwarnung ab, und es stürzt wieder ab. Das Fazit sucht keine Mitte: keine Empfehlung.
Für alle, die ohne jede Garantie neu anfangen
Love Train ist etwas für alle, die ohne jede Garantie neu anfangen: fünfzehn Minuten, ein Zug, der zu allem werden kann, und die reale Chance, dass die Auslosung oder ein Absturz des Spiels selbst alles entscheidet, ohne dass man selbst etwas entscheidet. Es lohnt sich für die, die an diesem Risiko Spaß finden und sehen wollen, wie weit sich das Chassis verformt. Nichts ist es für die, die Verlässlichkeit wollen, weder bei dem Aufbau, den die Auslosung ausgibt, noch beim Kalender des Teams, das mit einem weiteren Abschlussprojekt beschäftigt ist. Wer mit diesem Wissen einsteigt, steigt zufrieden wieder aus; wer die Verarbeitung einer großen Veröffentlichung erwartet, verlässt den Zug an der ersten Station.