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Gotchi Guardians: Der Farmer gewinnt, indem er die eigenen Türme mit Apfelsaft besprüht

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Der erste Turm kostet ein eigenes Konto – E-Mail und Telefonnummer inklusive –, und genau daran scheitert ein Teil der Kritik.

Sieben Rivalen, ein Wächter und eine Logik, die nicht funktionieren dürfte

Sieben Rivalen schrauben gleichzeitig am eigenen Turmlabyrinth und versuchen, dieselben Wellen zu überleben wie man selbst: Das ist die Grundlage von Gotchi Guardians. Jede Partie lost mitten im Lauf Ereignisse aus – welche Türme freigeschaltet werden, wie viele zusätzliche Gegner sich in die Reihe stellen, welche Verstärkung die Licks erhalten –, und entscheiden dürfen die Spieler selbst, gegen die Rivalen, die nebenan ums Überleben kämpfen. In einem dieser Ereignisse schleppen die Licks mit dem Namen Steady Lads explosive Gastanks oder riesige, klebrige Munition mit sich, und wer diese Verstärkung freischaltet, kann sich damit genauso gut retten wie selbst sabotieren.

Der Ritter ist ein sturer Klotz, der jeden Treffer zurückgibt – ihn zu spielen heißt, absichtlich Prügel einzustecken. Am anderen Ende des Temperaments steht der Farmer, der die eigenen Türme mit Apfelsaft besprüht und die Licks zusätzlich mit aufblasbaren Puppen ablenkt: Auf dem Papier müsste die Strategie zusammenbrechen, und sie bricht nicht zusammen. Der dritte, der Söldner, macht aus Gold Macht – die Gewinne im richtigen Moment abzuziehen bringt mehr, als sie nur zu horten. Zum Start teilen diese drei das Ensemble mit dem Piraten, dem Bogenschützen und dem Magier Shaaman, sechs Wächter insgesamt, von denen jeder die Partie in einen eigenen Stil zieht.

Alle fünf Runden schließt ein 'Tag' ab, und der ganze Raum muss den Angriff eines Lick-Bosses überstehen, um weiterzukommen. Die Leistung in der Season bringt Sterne und Sternenstaub, die beim Wechsel der Season G-Bucks und Kosmetikgegenstände freischalten – der Haken, der den Spieler in die nächste Season zurückholen soll.

Nach dem Start fällt der Shop stärker auf als die Verstärkungen

Die Patch-Wand von Pixelcraft Studios steht seit dem Start im Juli 2025 nicht still. Wochen später kam die Fehde zwischen dem Lick namens Sparky und der Fraktion Stohns, mit einer neuen Schleichmechanik in einem Event, das klassische Verteidigungen prüfen sollte. Danach folgte ein neuer Boss, Old Sparky, ein Hindernis mehr für alle, die den Tag abschließen wollen.

Im Oktober ballte sich die Wende: Ein Event im Halloween-Thema brachte ein überarbeitetes Fortschrittssystem und einen neuen Turm, die Goldpetal Bank, ausgerichtet auf Wirtschaft; danach kamen Balancing-Pässe und ein Gegenstand namens Leaky Battery, der den Rivalen negative Zustände zufügen soll. Das folgende Update, vom Studio selbst als Verschönerung bezeichnet, kümmerte sich um visuelle Effekte – und rückte gleichzeitig den Teil des Spiels stärker ins Bild, der verkauft. Es ist dieselbe Änderung, die auf der anderen Seite wieder auftaucht: in der Kritik jener, die schon beim Öffnen des Spiels spürten, wie viel das Spiel gleich am Eingang verlangt, ohne sie richtig spielen zu lassen.

Wer nichts erwartet hatte, und wer nach fast einem Jahr zurückkam

Einen Tag nach dem Start, am 31. Juli 2025, kam eine Rezension von jemandem, der acht Stunden gespielt hatte, ohne irgendetwas davon zu erwarten – und der am Chaos der Partien hängen blieb, wo jede Runde anders ausfällt als die vorige und die Rivalen selbst einander die Pläne verderben.

Im Juli 2026 lobt eine andere Rezension die sanftere Seite des Spiels: die Wächter aufstellen, ihre Fähigkeiten hochziehen und zusehen, wie die Wellen wegschmelzen, während das Team am unteren Bildschirmrand von allein wächst. Wer abends nur eine Stunde hat, bekommt eine Partie, die sich selbst trägt, während man etwas anderes erledigt – jeder neue Wächter verändert den Charakter der Runde, jede Karte die Landschaft.

39 mochten esPositive9 nicht

Die Eingangstür hält mehr Leute auf als jeder Turm

Gotchi Guardians verlangt ein eigenes Konto, um mit anderen zu spielen – E-Mail, Telefonnummer, eine Anmeldung getrennt von dem Steam-Konto, das der Spieler schon hat. Hier sammelt sich ein guter Teil des Unbehagens: Auf der Seite der Kritik stehen mehrere Rezensionen, die ohne eine einzige Spielstunde eingetragen wurden – genau an dem Punkt, an dem man entscheiden müsste, ob man die E-Mail-Adresse herausgibt.

Am 16. Oktober 2025 beschwerte sich ein Spieler darüber, dieses separate Konto allein für das Spiel mit anderen anlegen zu müssen, obwohl der Titel bereits in Steam selbst steckt – eine überflüssige Forderung, so das Urteil. Einen Tag nach dem Start, am 31. Juli 2025, griff eine andere Rezension denselben Punkt schärfer auf: E-Mail und Telefonnummer beim Debüt eines Studios ohne Vorgeschichte zu verlangen, klingt danach, Vertrauen einzufordern, das noch nicht erarbeitet ist; dieselbe Rezension fand außerdem die Stimme der Figur Sergeant Drill befremdlich, zu künstlich in der Betonung, und hielt fest, dass der Einzelspielermodus wie später angehängt wirkt, wie ein Anhang des Mehrspielermodus.

Einen konkreten Anlass bekam das Misstrauen am 9. November 2025: Eine Rezension berichtete, die eingetragene E-Mail-Adresse habe offen in einem öffentlichen technischen Kanal des Spiels gestanden, obwohl sie auf dem Bildschirm des Spielers nie erschien, und verlinkte eine externe Meldung zu dem Fall.

Manche kamen gar nicht so weit: Am 3. Oktober 2025 beschrieb eine Rezension, wie sich das Spiel bei jedem Startversuch von selbst schloss, ohne Raum für ein Urteil jenseits des Fehlers. Eine andere ging am 24. August 2025 in die Gegenrichtung der Niedlichkeit, die anderswo gelobt wird: Sie fand die Stimme des Spiels nervig und die Optik viel zu überzogen für die Augen. In keiner dieser Beschwerden erscheint das Kräftemessen der Türme als Problem – der Ärger sitzt an der Tür, nicht auf dem Spielfeld.

Für alle, deren Geduld für die Anmeldung reicht

Wer aus Prinzip allein spielt oder E-Mail und Telefonnummer nicht für das Debüt eines Studios ohne Vorgeschichte herausgeben will, schließt die Seite, ohne den ersten Turm gesetzt zu haben – und genau dort zeigt ein guter Teil der hier gesammelten Kritik Leute, die aufgeben. Wer durch diese Tür geht, findet einen Raum für sieben Rivalen, die gleichzeitig am eigenen Labyrinth schrauben, einen Ritter, der vom Einstecken lebt, und einen Farmer, der mit Apfelsaft gewinnt. Was Gotchi Guardians verlangt, ist kein Geld – es ist Vertrauen, abgerechnet gleich am Eingang, weit weg von der ersten Welle.