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EQI: Die Welt dreht sich um dich, und einem Teil der Spieler wurde dabei übel

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Zwischen Lob für den elektronischen Soundtrack und Klagen über Versuch und Irrtum hat das Studio selbst am meistgehassten Level des Spiels schon nachgebessert.

Eine Welt, die unter deinen Schritten nachgibt

Durch Korridore läufst du hier nicht: Du bewegst dich über Flächen, die sich falten, drehen und die Plätze tauschen, während du vorherzusehen versuchst, wohin dein nächster Schritt fällt. EQI ist ein Action-Adventure aus der Ich-Perspektive, aufgebaut auf mehr als 20 Leveln, die in Größe und Schwierigkeit zunehmen, und jedes davon verlangt schnelle Reflexe und ein Gespür für den Raum, weniger das Denken klassischer Rätsel. Die Shop-Seite spricht davon, ein großes Geheimnis zu durchqueren und verwandelt daraus hervorzugehen; wer im April 2021 nicht einmal eine Stunde zusammenbrachte, beschreibt etwas ganz anderes: einen quadratischen Kasten voller Fallen, die sofort töten, dazu pulsierende Elektromusik im Hintergrund — und wirft eben dieser Shop-Beschreibung vor, das eine zu versprechen und das andere zu liefern.

Das Studio Chopin et al. veröffentlichte das Spiel am 15. Januar 2021, den Vertrieb übernahm Hyperstrange. Es ist für einen einzelnen Spieler gedacht, sammelt Steam-Erfolge und erlaubt Family Sharing — doch die Controller-Unterstützung reicht nur teilweise, und einem Spiel, das präzise Sprünge verlangt, fehlt genau das.

Die Brücke, die das Studio zweimal reparieren musste

In einem Beitrag auf der Pinnwand des Studios vom Februar 2021 berichten die Entwickler, dass ein bestimmtes Level — das der Langen Brücke — bei den Spielern immer wieder als das frustrierendste des Spiels zur Sprache kam. Die Antwort darauf: den Kontrollpunkt näher an die schwierige Passage rücken, den Rückweg nach jedem Sturz verkürzen und die Geometrie so anpassen, dass der Sprung keine millimetergenaue Präzision mehr verlangt. Noch im Februar, bei der Ankündigung der chinesischen Sprachunterstützung zum Mondneujahr, fügt dieselbe Pinnwand derselben Brücke einen weiteren Kontrollpunkt hinzu, tauscht die Musik des Levels aus und verändert die Kulisse im Hintergrund — dieselbe Passage, binnen weniger Wochen zweimal geschliffen.

Von dieser Brücke fällst du trotzdem mindestens einmal — nur setzt du näher an der schwierigen Stelle wieder ein, weil andere Spieler dort schon gestürzt sind und sich beschwert haben.

Eine Empfehlung mit Vorbehalt, nach drei Stunden

Die jüngste hier versammelte Stimme stammt vom 24. September 2026, von jemandem, der drei Stunden im Spiel verbracht hat und es trotz aller Klagen empfiehlt. Die Trägheit stört: In der Luft steuerst du gar nichts, und wie die Figur auf die Berührung einer Fläche reagiert, fällt jedes Mal anders aus. Trotzdem geht das Konzept für diese Person auf — die Level sind abwechslungsreich, und die Optik wirkt sauber und gepflegt. Eine Möglichkeit, die Tastenbelegung zu ändern, fehlt; ein Ärgernis für sich. Die Empfehlung kommt mit einer Bedingung: Sie gilt für alle, die schnelle Reflexe mögen und denen häufiges Stolpern nichts ausmacht; eine Einladung ohne Vorbehalt ist sie nicht.

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Versuch, Irrtum und echte Übelkeit

Der Shop fasst die Resonanz auf das Spiel als weitgehend positiv zusammen; die hier versammelten Stimmen ziehen allerdings stärker zur Klage als zum Lob. Der Vorwurf, der sich zwischen 2021 und 2024 am häufigsten wiederholt, bleibt derselbe: Die Steuerung hält nicht, was sie verspricht. Wer im August 2021 eine Stunde spielte, beschreibt, wie einfache Passagen zu Versuch und Irrtum werden, weil hinter dem richtigen Winkel und dem richtigen Tempo des Sprungs keine erkennbare Logik steckt. Wer im Februar 2024 zurückkehrte, ebenfalls nach einer Stunde, bringt die Mechanik auf diesen Nenner: von Plattform zu Plattform springen und dabei einen Block in der Luft drehen, damit die Landung passt — und nennt die Grafik schmerzhaft anzusehen. Ein weiterer Spieler mit zwei verbuchten Stunden im Februar 2021 spielte das Spiel beinahe durch, lobt das Science-Fiction-Ambiente und die Grafik, warnt aber, dass die spärliche Erklärung dazu zwingt, durch Sterben zu lernen: Der erste Versuch klappt selten. Für diesen Spieler kippte das Gleichgewicht zur Action und nicht zum Nachdenken — wer ein echtes Rätsel sucht, läuft Gefahr, auf halber Strecke aufzugeben.

Wer im April 2021 nicht einmal eine Stunde zusammenbrachte, geht weiter und wirft der Shop-Beschreibung selbst Täuschung vor. Aus dieser Sicht gibt es keinen elektronischen Soundtrack, der die Sinne leitet, sondern einen quadratischen Kasten voller Fallen, die sofort töten, mit Umgebungsgeräuschen im Hintergrund. Die Gefahr siehst du nicht kommen — du merkst dir nur, nachdem du einmal gestorben bist, wo sie beim nächsten Mal niedergeht. Im Dezember desselben Jahres schlägt ein weiterer Bericht einen anderen Ton an: Er beschreibt Kopfschmerzen nach wenigen Minuten Spielzeit und rät allen mit Gleichgewichtsproblemen, die Finger davonzulassen — für diese Person war das Unwohlsein schlimmer als Flugübelkeit.

Nicht alle lesen die Schwierigkeit als Mangel. Ein Spieler mit null verbuchten Stunden fasst das Spiel im April 2024 als extrem schwer, aber gut entworfen zusammen — nichts für den eigenen Geschmack, heißt es dort, aber passend für alle, die Rätsel im masochistischen Modus mögen. Ein anderer, mit einer gespielten Stunde im Januar 2021, beschreibt das Problem als eines des Rhythmus: Der Anfang erklärt die Regeln nicht, die Mitte frisst Zeit mit wiederholter Action, und das Ende bestraft, weil Kontrollpunkte fehlen — weder Rätsel noch Action sind wirklich schwer; was ermüdet, ist die Länge.

Für alle, bei denen das Fallen dazugehört — und für alle anderen

EQI ist etwas für Leute, die den Sturz als Teil des Spiels begreifen und nicht als dessen Fehler: für alle, die sich gern das Verhalten eines Hindernisses einprägen, Durchgang um Durchgang, und denen es nichts ausmacht, dieselbe Passage zu wiederholen, um den Winkel des Sprungs zu treffen. Nichts ist es für Leute, die hier Ruhe gesucht haben: Der Körper arbeitet mehr als der Verstand, und wer ein Rätsel mit stillem Kopf lösen wollte, gibt früh auf. Nichts ist es auch für alle, denen sich bei einer schwankenden Ich-Kamera der Magen umdreht — das ist keine Redewendung, sondern eine Warnung, die Spieler hinterlassen haben. Es bleibt das Bild, das zusammenfasst, wo dieses Spiel wohnt: Es verspricht Transzendenz und liefert eine Brücke, die das Studio selbst schon zweimal reparieren musste.