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Clicker Heroes: Athena und King Midas kämpfen für dich, während du schläfst

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Aus dem ersten Klick wird eine Armee, die von allein kämpft — doch wer mehrere hundert Stunden hinter sich hat, merkt: Wer die Helden nicht weiter aufwertet, hört auch auf zu spielen.

Aus Mythen entlehnte Helden schuften, während du etwas anderes tust

Spiel schließen, das echte Leben regeln, Stunden später zurückkommen: Die angeheuerten Helden prügeln weiter auf Monster ein und stapeln Gold, auch bei schwarzem Bildschirm. Dieses Versprechen einer Armee, die allein arbeitet, trägt Clicker Heroes. Der erste Klick tötet das erste Monster; danach töten Gestalten, die aus Mythos und Geschichte entlehnt sind — Athena, Amenhotep, King Midas —, jeder Held mit dem Gold des Vorgängers angeheuert und dem Nächsten den Weg bahnend, in einer Reihe von mehr als 100 verschiedenen Monstern, die erst stockt, wenn ein Boss auftaucht: Dann lohnt es sich wieder, hinzusehen.

Der Autopilot hat seinen Preis eingebaut. Derselbe Heldenladen, der von allein wachsenden Schaden verspricht, verkauft auch Käufe innerhalb der App — Verbesserung um Verbesserung, und am Ende fehlt das Gold immer wieder für den nächsten Helden.

Clicker Heroes verspricht eine Armee, die allein kämpft; wer bei mehreren hundert Stunden angekommen ist, stellt fest: Allein läuft in Wahrheit nur der Klick. Alles andere hängt weiter daran, dass jemand zurückkehrt und die Rechnung in Gold bezahlt.

Flash starb, im Inneren wurde die Engine getauscht — und das Spiel lebte weiter

Clicker Heroes erschien im Mai 2015 und lief auf Flash: der Technik, die damals die Hälfte aller Browserspiele trug und die von einem Tag auf den anderen nirgendwo mehr lief. Playsaurus musste das ganze Spiel deshalb in einer neuen Engine nachbauen und jedes Element des Bildschirms von Hand wieder einpassen; die Testphase öffnete zuerst, die Fertigmeldung kam im Dezember 2023.

Wer in jener Zeit schon spielte, sah den Bildschirm sich leicht verändern, ohne dass sich das Rezept darunter bewegte. Das Weitermachen hat sich gelohnt: 2025 kam das Spiel auf die Nintendo Switch, und im Juni 2026 bekam es auf Steam volle Controller-Unterstützung — spielbar vom Sofa aus, ohne Maus und Tastatur anzufassen.

Die Zahl steigt, und genau darin steckt die ruhige Sucht

Langeweile ist hier die Klage, die fast nie auftaucht. Eine Rezension vom September 2026 verbucht 3450 gespielte Stunden und beschreibt den Kreislauf trotzdem als Cookie Clicker mit Monstern: einfach, aber es funktioniert. Eine andere, ebenfalls aus dem September, kommt auf 1318 Stunden ohne einen einzigen Fehler und fasst das ganze Paket in drei Dingen zusammen — ordentliche Grafik, niedliche Kreaturen, entspanntes Spielen. Manche behandeln es nicht einmal als Hauptspiel: In einer Rezension von Ende September mit 12 verbuchten Stunden heißt es, Clicker Heroes laufe im Hintergrund auf dem zweiten Bildschirm, während man sich um etwas anderes kümmert.

Das schönste Bild liefert eine Rezension auf Chinesisch. Dort erzählt jemand, das Spiel schon als Kind entdeckt zu haben, nach der Schule auf einem chinesischen Portal gespielt und jeden Tag eine Stufe weiter gekommen zu sein; jener Spielstand ging mit der Zeit verloren, das Spiel tauchte zufällig auf Steam wieder auf, und es fühlte sich genauso an wie beim ersten Mal. Zwischen den beiden Enden dieser Geschichte liegen 548 Stunden — und wer schon einmal eine Schublade nach einem verloren geglaubten Spielstand durchwühlt hat, kennt das Gefühl.

Das Lob wiederholt sich immer gleich: Die Zahl steigt zu schnell, als dass jemand mitbekommt, wie viele Stunden da schon drinstecken. Genau dieser Rhythmus wird am anderen Ende der Liste zur Klage.

55.700 mochten esVery Positive6.471 nicht

Die Ruhe bleibt an dem Tag stecken, an dem niemand mehr zum Klicken zurückkommt

Der Ausschlag geht deutlich ins Positive — doch wer aus der Reihe tanzt, zeigt immer auf dieselben zwei Punkte: das Ende des Fortschritts und den Preis dafür, die Liste der Erfolge vollzumachen. Eine Rezension mit 37 Stunden bringt die Enttäuschung auf den Punkt: Nach dem ersten Aufstieg kann man die Zahl weiter steigen sehen, aber es bleibt nichts Neues zu tun. Eine andere mit 76 Stunden fällt härter aus — hübsche Grafik, ein unterhaltsamer Anfang, danach ein Spiel, das nur das hundertfache Wiederholen derselben Aufgabe belohnt; das eigene Etikett „automatisch“ widerlegt es dabei selbst: Wer die Helden nicht dauernd aufwertet, kommt nicht einmal langsam voran. Wer eine frühere Fassung kannte, spürte dieselbe Lücke auf andere Weise: Eine Rezension auf Chinesisch mit 108 Stunden erinnert an einen alten Modus, der endlich war und ein erklärtes Ende hatte, und beklagt, dass der Umbau alles gegen Formeln ohne Deckel getauscht und damit die Lust am Weitermachen genommen hat.

Es gibt auch Klagen über die Technik. Jemand mit 89 Stunden nimmt die Grenze frontal: Ein Teil der Erfolge lässt sich nur mit echtem Geld abschließen, nicht mit Klickzeit. Eine andere Person mit 25 Stunden verlor den kompletten Spielstand ohne Warnung, nachdem eine Controller-Taste gedrückt wurde, während die Aufmerksamkeit bei einem anderen Spiel auf einem anderen Bildschirm lag. Und eine Rezension auf Russisch mit 70 Stunden nennt die Mechanik zum Zurücksetzen des Fortschritts so verwirrend, dass man versehentlich Punkte verliert — und schreibt, das erneute Durchlaufen sei unerträglich geworden, sobald klar war, was danach kommt. Wer mit Controller spielt, sollte den Hinweis mitnehmen: Dieselbe Taste, die die Partie pausiert, hat auf dem falschen Bildschirm schon einen ganzen Spielstand gelöscht.

Der Faden, der beide Hälften zusammenhält, ist derselbe: Den Autopiloten gibt es nur, solange ihn jemand weiter füttert.

Für wen der Klick taugt, der von allein laufen soll

Clicker Heroes passt gut zu Leuten, die das Genre ohnehin mögen und Begleitung im Hintergrund suchen: Leute, die es in einem Tab laufen lassen, den Schaden über Tage hinweg hochziehen und nichts dagegen haben, von Zeit zu Zeit zurückzukommen, nur um das angesammelte Gold in neue Helden zu stecken. Wer solche Spiele kennt, erkennt den Rhythmus nach drei Sätzen. Für die Suche nach einem Ende taugt es nicht: Nach dem ersten Aufstieg bleibt derselbe Kreislauf, schneller, aber ohne neues Ziel, von dem sich erzählen ließe. Wer die Erfolgsliste komplett will, stößt auf ein Hindernis, das sich mit Zeit nicht lösen lässt — ein Teil davon verlangt echte Ausgaben, nicht bloß Klicks. Und wer mit Controller spielt, der jüngsten Neuerung des Studios, tut gut daran, mitten in der Sitzung nicht den Bildschirm zu wechseln: Dieselbe Taste, die die Partie pausiert, hat schon einen ganzen Spielstand ohne Warnung gelöscht, weil sie versehentlich in einem anderen Spiel gedrückt wurde.