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Chivalry is Dead: Die Spielbeschreibung durchbricht ihre eigene vierte Wand

STEAM
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Ein romantischer Spaziergang endet mit einer Entführung in den Keller der Freundin – und wer die Leute dort unten zufriedenstellen will, muss sie womöglich umbringen.

Ein Keller voller Leute mit Wünschen

Am Ende der Beschreibung, die Steam zu Chivalry is Dead veröffentlicht, weist ein Satz in Klammern darauf hin, dass hier eine Figur aus dem Spiel selbst spricht und dass sie das nur loswerden wollte. Dieselbe Beschreibung hatte sich zuvor schon ohne jede Entschuldigung als vermutlich bestes Spiel angepriesen, das je existiert hat. In diesem Ton zwischen Scherz und Übertreibung stellt sich die Prämisse vor: Nach einem romantischen Spaziergang mit seiner Freundin wird der Held in ihren Keller entführt, wo er auf Leute mit den unterschiedlichsten Wünschen trifft und herausfinden muss, was jeder Einzelne von ihnen will – auch wenn das heißt, sie alle dort unten zu töten. Das Datenblatt verspricht mehrere Enden, viele Gegenstände und Geheimnisse, die sich je nach eingeschlagenem Weg verändern.

Der Shop führt das Spiel unter Casual, Indie und RPG, und für beide Seiten, Entwicklung wie Vertrieb, zeichnet dasselbe Konto verantwortlich: FireDuck6607, ohne eigene Seite und ohne hinterlegten Support. Alles deutet auf ein Ein-Personen-Projekt hin. Das Datenblatt führt den Release weiterhin als 'Demnächst', und das Feld mit den Mindestanforderungen endet mit einer Notiz des Machers, der einräumt, die tatsächlichen Anforderungen nicht genau zu kennen, weil er alles Mögliche ausprobiert habe und das Spiel bei jedem Test gut gelaufen sei. Ein Trailer zum Abspielen fehlt, also bleibt das offizielle Titelbild das einzige Porträt des Spiels, solange man es nicht selbst startet; die Screenshots, die der Shop veröffentlicht, zeigen Szenen aus dem Spiel.

Zum langsamen Spielen gemacht, nicht für schnelle Reaktionen

Zwei Zeilen im Datenblatt verraten das Tempo des Spiels: Kamerakomfort und der Hinweis, dass man ohne schnelle Reaktionen auskommt. Es ist ein Casual-RPG für alle, die einen skurrilen Keller im eigenen Tempo erkunden wollen, und nicht für alle, die eine Reflexprüfung oder Kämpfe auf Zeit suchen. Die Hardwareansprüche sind gering, der Speicherplatzbedarf ebenfalls, was zum Bild des kleinen, unabhängigen Projekts passt, das der Rest des Datenblatts zeichnet. Wer das Siegel eines großen Studios, eine offizielle Seite oder eine runde Fassung zum Verkaufsstart sucht, wird hier nicht fündig: Der Shop selbst führt das Spiel nach wie vor als 'Demnächst', und wer an diesem Punkt einsteigt, steigt in einen Keller, den der Macher noch testet.