Cards & Tankards: In der Taverne wird geplaudert, am Kartentisch wird gekämpft
Ohne Frist: Es bleibt im Katalog, bis der Shop es entfernt.
Bei Steam holen ↗Geholt wird es in deinem eigenen Shop-Konto; Clairo holt es nicht für dich.
Die Verfügbarkeit kann je nach Region unterschiedlich sein.
Entstanden ist das Spiel, um Leute rund um eine virtuelle Taverne zu versammeln. Doch die Updates des Studios und die schärfsten Klagen klingen nach einer echten Wettkampfarena.
Die Taverne, die in der VR-Brille steckt
Cards & Tankards verspricht eine Taverne und ein Gespräch unter Freunden. Was das Spiel unter der geselligen Stimmung trägt, ist jedoch eine Maschinerie aus Sammelkarten: Fraktionen, ein eigenes Kampfsystem und ein Deck, das sich Partie für Partie schärfen lässt — genau der Teil, den die Berichte der Spielenden weit ernster nehmen, als es die Kulisse vermuten lässt.
Mehr als 280 Karten gibt es zu sammeln, verteilt auf vier Fraktionen, von denen jede ihrer eigenen Kampflogik folgt. Ein Deck lässt sich allein gegen den Computer aufbauen, ebenso kann man eine andere Person in Partien Spieler gegen Spieler herausfordern; der Mehrspielermodus verbindet alle, die eine Virtual-Reality-Brille tragen, mit allen, die nur am Computerbildschirm spielen. Dazu kommt eine Ebene neben dem Spieltisch: Avatar, Accessoires und Haustiere, damit die eigene Taverne nach ihrem Besitzer aussieht.
Hinter der Idee steht ein einziges Studio, Divergent Realities, das das Spiel am 25. Mai 2023 in den Verkauf gebracht hat und seither ständig daran arbeitet.
Updates im Ton einer Meisterschaft, nicht einer Schenke
Am schwarzen Brett des Studios geht es nicht um Rabatte, sondern um Spielbalance. Die jüngsten Notizen verändern die Beschwörungskosten einzelner Karten sowie deren Angriff und Leben, bauen das System der Ranglistensaison samt der Preise für die erreichte Platzierung um und bringen ganze Erweiterungen neuer Karten. So etwas kennt man von einem Wettkampf-Brettspiel, das ernst genommen wird — nicht von der gemütlichen Einladung zum Trinken mit Freunden, mit der der Shop wirbt.
Eine kleine Zeile fällt auf, weil sie viel verrät: Wenn ein Moderator eine Sperre verhängt, zeigt das Spiel der bestraften Person inzwischen den Grund für diese Entscheidung an. Damit antwortet das Studio auf eine Reibung, die auf der anderen Seite des Bildschirms ebenfalls auftaucht, in dem, was Spielende schreiben.
Wer sich wegen der Runde an den Tisch setzt, findet, was er gesucht hat
Ein Spieler tauschte die Virtual-Reality-Brille Meta Quest gegen den Computer, um es beim Spielen einfacher zu haben. Nach 32 Stunden fällt die Bilanz kurz aus: Die gesellige Stimmung der Taverne überraschte mehr als die Kartenmechanik selbst. Der Bericht stammt vom 22. Juni 2026.
Ein weiterer Kommentar kommt ganz ohne bisher erfasste Spielzeit, am 12. September 2026, und spricht trotzdem eine Empfehlung aus: Kartenspielen in einer virtuellen Taverne ist eine einfache Idee, die besser aufgeht, als sie auf den ersten Blick wirkt — vor allem für alle, die bereits eine Virtual-Reality-Brille besitzen und etwas Ungewöhnliches suchen.
Wer 51 Stunden zusammenhat, spricht von einer ganz anderen Bindung: jahrelang das Spiel verfolgt, und das beste Kartenspiel für Virtual Reality, das je ausprobiert wurde. Der Bericht stammt vom 9. September 2026. Das Verdienst liegt in der Häufigkeit der Balance-Anpassungen und der Neuerungen — dasselbe Update-Tempo, das auch in den Notizen des Studios auftaucht —, und gefordert wird einzig mehr Sichtbarkeit für den Titel.
Gegenüber sitzt eine Sammlung, die man nicht mehr einholt
Nach 250 Stunden im selben Spiel merkt man, dass das Deck auf der anderen Seite des Tisches schneller gewachsen ist als das eigene. Die Kritik stammt vom 17. September 2026: Wer Zeit im Überfluss investiert hat, häufte Karten an, die stark genug sind, um jedes neue Deck zu zerlegen, und der Spaß vom Anfang wurde zur Wiederholung, sobald die Hartnäckigsten die Räume beherrschten.
Eine weitere Klage stammt vom 27. September 2026. Geschrieben hat sie jemand mit 556 Spielstunden, und sie zielt auf die Schiedsrichterrolle: Für diese Person hilft die Moderation fast nie und bestraft, ohne den Gesperrten einen klaren Grund zu nennen — genau die Lücke, die das Studio kurz zuvor zu schließen versucht hatte, indem es den Grund der Strafe auf dem Bildschirm der gesperrten Person einblendet.
Keine der beiden Klagen bestreitet, dass das Studio arbeitet; bestritten wird, dass die Antwort bei denen angekommen ist, die sich am lautesten beschweren.
Wer durch die gesellige Tür hereinkommt — und wer in der ersten Runde aufgibt
Cards & Tankards gibt am meisten her, wenn man schon jemanden zum Anrufen hat — eine Freundesgruppe oder Geduld für zufällige Teams — und behandelt Virtual Reality als Bühne, nicht als Pflicht: Gegen den Computer lässt sich am gewöhnlichen Bildschirm spielen, und zur Brille wechselt man, wenn einem danach ist, wirklich am Tisch zu sitzen. Gutes Material für alle, die ein Spiel gern über die Saisons hinweg begleiten und denen es nichts ausmacht, hinter denen zu starten, die ihre Sammlung längst aufgebaut haben.
Wer bereits in der ersten Sitzung eine ausgeglichene Partie sucht oder auf den ersten Ärger mit der Moderation gereizt reagiert, stößt genau auf das, was die kritischsten Spielenden zu Protokoll gegeben haben — und sollte sich nach einem anderen Deck umsehen. Die Taverne empfängt einen mit Lachen; die Abrechnung kommt später, Karte für Karte.